Besorgnis vielleicht durch meine Bulletins hierzu bcigetragen zu ha-ben. Zufällig habe ich noch einige Zeilen hier, welche sie einigeLage vor der furchtbaren Katastrophe, deren schreckliche Erinnerungnoch lange fortdaucrn wird, geschrieben hat. Sie sind datirt vonder Höhe meines alten Lhurmes. So nannte sie denPavillon der Flora, den sie damals in den Tuilerien bewohnte.
Freitags, am 18. Octvber.
Ich sah den Kaiser erst um 5 Uhr, wo er mich in den Sa-lon kommen ließ. Er war lwck immer unwohl, hatte aber dochden ganzen Morgen über mit dem Großmarschalle gearbeitet, undes wurde nach und nach alle Welt herbeigernfen. Er hatte Lange-weile, es war ihm schwer um's Herz, das jedoch bewegt war under suchte sich daher auf alle Weift zu zerstreuen, spielte Schach,dann Domino und nun wieder Schach, und ging, als er es nichtlanger aushalten konnte, nach seinem Zimmer zurück. Es ist of-fenbar, daß Zeit und Umstände sich vereinigen, um neue, schwerzu ertragende Qualen zu bereiten. Die Jahreszeit wird rauhund wirkt auf die Nerven. Schlimmer »och sind die Maasregeln,welche man gegen uns ergreift. Jedes Wort des Gouverneursbringt uns neuen Kummer, neue Schmerzen. Heute hat er unsdie Entfernung von Vier uns angehörigen Individuen angekündigt;Jedermann hat bittre Thränen vergossen, die einen, weil sie sichvon uns trennen sollen, die andern, weil man ihnen ihre Gefähr-ten entreißt und zeder fürchten muß, bald gleiches Schicksal zuhaben. Das ist die furchtbare Scylla, welche von Ulysses Schiffeihm Vier der Seinigen raubte, um sie zu verschlingen.
Der Gouverneur ließ mir sagen; er würde mir meinen Be-dienten, einen Einwohner der Insel, wegnehmeu, mit dem ichsehr zufrieden bin. Er besorgt ohne Zweifel, daß dieser zu vieleAnhänglichkeit an mich bekommen möchte. Er nimmt sich vor,mir selbst einen zu schicken, wofür ich aber danke und wovon zuxrofitiren ich mich wohl hüten möchte.
Der Kaiser hat bei dem Diner wenig gegessen, aber bei demDasert sing er an zu sprechen, kam dabei auf seine Jugendjahreund wurde immer belebter. ES ist dies stets für ihn ein sehr an-ziehender Gegenstand, stets eine Quelle eines neuen regen Inte-resses. Er wiederholte vieles, was ich schon anderwärts mitgetheilthabe, er setzte sich in jenes glückliche Alter zurück, wo, wie ersagte, alles Munterkeit, Verlangen und Genuß ist, in jene fröh-lichen Zeiten der Hoffnung, des gnfstrebenden Ehrgeitzes, in web-