schriftlichen Notizen dieser Art müssen offen an den wachthabendenOffizier gegeben werden, der sie dann weiter gelangen läßt.
Die obigen Beschränkungen beginnen vom -o. dieses Monatsan. St- Helena, den g. Oktober i8iv.
H. Lowe."
Anmerk. Dies Alles geht den Kaiser nicht an, der wederBriefe schreibt noch empfängt. Folglich bedarf es hierbei nur einerErklärung. -Wird man nicht dasjenige, was seine Offiziers in ver-trauliche» Briefen an ihre Bekannte schreiben, als verbrecherischbetrachten? Oder werden auch diejenigen, welche die Briefe lesenund sich überzeugen sollen, daß nichts gegen chie Sicherheit desStaats oder dessen Politik darin stehe, den Inhalt derselbenganz vergessen, so daß derselbe nie der Gegenstand ihrer Unterhal-tung werden, nie von ihnen gcmißbraucht werden kann!! —
Wenn dies nicht wäre, mußte man freilich alle Correspondenzfür verboten anscbn. Die gegen den Grafen Las Cafes verübteWegnahme von Briefen rechtfertigt diese Anmerkung vollkommen.
Der Zweck dieses Artikels geht, wie solches schon die auf derganzen Insel angestellte Untersuchung bcweißt, dahin, das ver-brecherische Verfahren das man hier beobachtet, nicht durch dieueuern Zeitungen in Europa kund werden zu lassen. Man wirdsich alle Mühe geben, um dieses Ziel zu erreichen. Besser wäre csgewesen, nichts zu thun, was man geheim halten muß. In einemBriefe an den Grafen Bertrand vom -stenJuli 1816 war man hier-bei noch viel weiter gegangen; es wurde darin sogar das Sprechenmit den Einwohnern verboten. Das ist denn doch offenbarer Wahn-sinn der Leidenschaft und des Hasses, oder vielmehr ein sicheresZeichen reiner Tollheit. Dieses Reglement ist ein geringes Beispielvon allen den Beeinträchtigungen deren Ersinnen die tägliche Be-schäftigung des jetzigen Gouverneurs ausmacht. Jetzt mag einmalLord Bathurst noch sagen, daß Sir H. Lowe keine Beschränkungengemacht habe, daß die Correspondenz des Ministeriums blos zumVortheile der Gefangenen gewesen sey und deren Gegenstand blosdie Sicherstellung ihrer Festhaltung betroffen habe Da sich derKaiser einer so absoluten und unedlen Behandlung Preis gegebensieht, so ist er nun schon seit mehreren Monaten nicht ausgegan-gen. Alle Arzneikundige werden cs voraus sagen, daß er dieseLebensweise nicht aushalten kann. Diese Art ihn umzubringen, isteben so sicher aber viel barbarischer als Schwerd und Gift. (Wel-che schreckliche Prophezejhung!)