sche Autoritäten beherrscht. Niemals, selbst nicht am Tage nachseinem Einzüge in Paris erkannte Heinrich IV. die .Handlungender Ligue an, und nie machte diese Ansprüche darauf. Von ihrist kein Gesetz, kein Reglement ausgegangen. Das Parlament vonParis theilte sich in 2 Partheicn, die eine hielt cs mit den Ligui-sten und hatte ihren Sitz in Paris, die andere, Heinrich ergeben,vereinte sich zu Tours. Aber die Parlamente trugen nicht in dieGesctzregister ein, übten nur richterlichterliche Gewalt aus. DieProvinzen behielten ihrv Organisation, ihre Privilegien. Sie blie-ben unberührt, nach ihren alten Gebrauchen regiert- Wir sagten,daß die Ligne niemand zmn Könige ausrief, doch erkannte siefür einen Augenblick den Kardinal von Bourbon, Oheim Hein-richs als König an, der Kardinal aber willigte nicht ein die Pla-ne ffr Feinde seines Hauses zu unterstützen. Uibriaeus hatte Hein-rich sich dessen Person bemächtigt. Kein Akt ging von ihm ans,und so fuhr die Ligue fort von dcmAnseyn des Herrn von Mavcn-ue, Lieutenant-general, beherrscht zu werden. Mithin gab es so-nach kein Iwischenreich zwischen Heinrich III. und Heinrich I V. DieLigue war in mehrere Parrheien getheilt. Die Sorbonne hatteentschieden, daß Geburtsrechte keinem Prinzen, der Feind der Lie-che sei, ein Recht auf die Krone geben könnten, Rom batte er-klärt, daß, da Heinrich IV. ein Abtrünniger, er sein Recht für ewi-ge Zeiten verloren hasse, ja selbst durch Rücktritt in den Schoosder Kirche nicht wieder erlangen könne. Heinrich IV., KönicpvowNavarra, bekannte sich zur rcformirtcir Religion. Im Augenblickeder St. Bartholomäus-Morde ward er genothigt Margarethe vonValois zu heiralhen und den reformirten Cultus abznschwvren.Sobald er sich aber vom Hose zu entfernen wußte, und sich in Mis-ten seiner Glaubensbrüder auf dem linken Ufer der Loire befand,erklärte er, daß man ihn zu feiner Absagung gezwungen habe, undtrat wieder in die protestantische Gemeine ein. Dies r Schritt bezuch-nete ihn als einen verhärteten Abtrünnigen, die Majorität der Li-guc, alles was gemäßigte Gesinnungen hegte, war aber doch derMeinung, daß man Heinrich auffordern müsse, wieder in denSchooS der katholischen, apostolischen und römischen Kirche znrück-zukehren und ihn dann, sobald er abgeschworen »nd die Absolutionder Bischöffe erhalten habe, als König anzuerkennen.
Die Lignisten beriefen die Reichsstäude Frankreichs nach Pa-ris. Dort enthüllen die spanischen Abgesandten die Pläne ihresHerrn, und drangen in die Stände eine vierte Dynastie auf denThron Frankreichs zu erheben, weil Heinrich und Cond«, da siefür Abtrünnige erklärt werden, alle Rechte an der Krone verloren