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9 (1824)
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hätten und die männliche Linie der Capets sonach erloschen sei. Sieberukten sich also nun auf die Rechte der Infantin von Spanien,Tochter der Schwester Heinrich ll>, Königs von Frankreichs, alsder ersten in der weiblichen Linie, und wenn auch die Nation glau-be, durch das Erlöschen der männlichen Linie das Recht erhalten zuhaben, den Thron selbst vergeben zu können, so bestanden sie dar-auf, daß die Wahl auf die Infantin fallen möge, indem mauniemand aus einem mächtigem Hause finden könne, und Frank-reich diese Rücksicht den Anstrengungen Philipps H., die er in Auf-rcchterhaltung der Ligue angewcndet, schuldig sei. Spanische Trup-pen ständen in Paris unter dem Befehl des Herzogs von Mayen-ne. Die Infantin werde einen französischen Prinzen heirathen, siebezeichneten schon sogar als solchen den Herzog von Guise, Sohndessen, der zu Blois ermordet worden war. Eine Armee vonSc>,uu > Spaniern würde dann in Paris vom Madrider Hofe unter-halten werden, der seine Schätze und ganze Macht anwenden wer-de, um den Triumph dieser vierten Dynastie zu sichern. DieSechszehn unterstützten diese Vorschläge, welche vom römischenHose geheiligt und mit allen Kräften vom Legaten unterstützt wur-den. Aber alles vergebens. Der Nationalgeist empörte sich bei demGedanken, daß eine fremde Nation mit dem französischen Throneschalten solle, der Lheil des Parlaments der in Paris war, mach-te in der Versammlung der Kammern den Lieutenant - general desKönigreichs, Herzog von Mayenne, darauf aufmerksam, daß erüber der Aufrechthaltung der Grundgesetze der Monarchie und vor-züglich des salischcn Gesetzes zu wachen hatte. Hätten die Anstren-gungen der spanischen Faktion gesiegt, uns die Reichsstände dieAbkömmlinge Hugo Capets für des Throns verlustig erklärt, undmithin eine vierte Donastie darauf erhoben, hätte diese Heinrichaus dem Reiche gejagt und märe von der Nation angenommen,durch die Religion geheiligt und von den europäische» Mächtenanerkannt worden, so wären die Rechte der dritten Dynastie erlo-schen gewesen.

Heinrich besiegte die Ligue zu Argues und in den Ebnen vonJvry. Er belagerte Paris. Doch erkannte er die Unmöglichkeir an,in Frankreich zu herrschen, ohne sich an eie Ration anzuschlfi-ßm.Er hatte mit seiner ganz aus Franzosen bestehenden Armee gesiegt,Stand auch ein kleines Corps Engländer dabei, so waren doch beiLen Liguistcn weit mehr noch Spanier und Italiener. Mithin warbei beiden Pcrrhejen der Kampf von Franzosen gegen Franzo-sen gewesen. Die Fremden waren nur Hulfstruppen, die Natio-nalehre und Unabhängigkeit war nicht gefährdet, Wohin sich auch,