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2 (1823)
Entstehung
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König, der nur durch dieses Gleichgewicht sich gehoben habe Md 'mit dessen Hülse ein sehr ausgezeichneter Mann geworden sei.

Ferner wurde viel über physischen und moralischen Much c,e>sprachen. Der Kaiser sagte, aiö von dem erstem die Rede nu,nMurat und Ney sei cs ganz unmöglich gewesen, nicht brav z„seyn. Aber man könne nicht mehr ohne Kopf seyn als sie; vor-züglich Murat.

WaS den moralischen Mulh betreffe, so versicherte er den vonzwei Stunden nach Mitternacht nur sehr selten gesunden zu habe»/Er meine damit den Muth bei unvorhergesehene» Dingen, der du,plötzlichsten Ereignissen Trotz bietend, dem Verstände, der Unheils-kraft und der Entschließung die größte Freiheit laßt. Er nahm garnicht Anstand cs auözusprechen, daß er vor Allem an sich selbst die-sen Muth von zwei Stunden nach Mitternacht wahrgenominen undwenig Menschen nur gefunden habe, die dabei nicht weit hinterihm geblieben wären.

Man habe, fügte er hinzu, großcntheilS einen sehr unrichtigenBegriff von der Kraft der Seele, welche dazu gehöre, mit völligerUibcrlegung aller daraus entspringenden Folgen, eine große Feld-schlacht anzuordnen, von deren Ausgange das LooS einer Armer»'oder eines Landes, oder wohl gar der Besitz eines Thrones ab-hange. Auch träfe inan nicht oft Feldherrn an, welche sehr begie-rig darnach wären, eine Schlacht zu liefern. Sie suchten eine gu-te Stellung zu nehmen, setzten sich fest darinnen, und überlegtendann hin und her, was zu thun oder zu erwarten sei — abernun blieben sie unentschlossen — und nichts sei schwerer, gleich-wohl aber wichtiger, als sich schnell zu entschließen.

Das Gespräch lenkte sich fetzt auf mehrere Generale und derKaiser gcruhete hierbei auf manche an ihn gcthane Frage zu ant-worten. Kleber, sagte er, hatte ein großes Talent, aber er marnur der Mann des Augenblicks. Er strebte nach Ruhm, weil erdarinnen den einzigen Weg zu einem glücklichen Leben erkannteund war in keiner Weise nationcl, so daß es ihm nichts gekostethätte, außer Landes zu dienen. Er hatte seine militärische Lauf-bahn in der Lugend bei den Preußen begonnen, und immer einegroße Vorliebe zu ihnen.

Desair besaß in einem sehr hohen Grade jenes köstlicheGleichgewicht, wovon vorhin gesprochen wurde. Moreau erschienin der ersten Linie der Generale als ein unbedeutender Mensch.Die Natur hatte seine Bildung unvollendet gelassen; er hattemehr Instinkt als Genie.

Bei Lannes lief der Much mit dem Kopf davon; über seinGeist nahm täglich a» Kräften zu und strebte nach jenem Gleich-