Druckschrift 
2 (1823)
Entstehung
Seite
75
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! Leute, denen sie gehören, geben alles zu und zeigen den Schuppen,i wo der Karren schon wieder ausgcbeffert worden ist und man siehtft noch die Spuren des Pulvers daran. Sie hatten, wie sic sagten,geglaubt, daß die Leute, welche ihn borgten, Schleichhändler auSder Bretagne waren. Man brachte nun leicht alle diejenigen her»m>S, die außerdem bei der Sache zu thun gehabt hatten, den, der dasPferd dazu verkauft hatte u. s. w., und es fanden sich Anzeigen,aus denen hervorging, daß das Complott von roialistischen ChonanSherrührte. Es wurden einige kluge Personen nach ihrem Haupt-quartiere zu Morbihan abgeschickt, und da die Schuldigen keines-wegs laugneten, sondern nur bedauerten, daß das Unternehmen- verunglückt sei, so wurden einige derselben Ungezogen und bestraft,f Mau will wissen, daß ihr -Oberhaupt nachher sein Verbrechen imSchooße der Kirche durch strenge Gelübde habe abbüßen wollen,und Trappist geworden sei.

Mittwoch am 29. bis Donnerstag am 30. November.

Ich finde hier in meinem Manuskripte sehr schätzbare Nach-richten über die Verschwörungen von Georges, Pichcgru und Mo-reau, so wie über den Prozeß des Herzogs von Enghicn. Aberda öfterer dergleichen Gegenstände in meinem Tagebuche Vorkom-men, so verspüre ich diese Notizen, bis ich an einem andern Ortevon ihnen eine vollständige stlibersicht geben kann.

Der kleine Garten deö Herrn Balcombe, in welchem wir oftspazieren gingen, wurde von einem alten Neger in Ordnung gehal-ten. Als wir ihn zum erstenmal antrafen, ließ mich der Kaiser,nie gewöhnlich, ihn befragen und seine Geschichte interessirte unSsehr. Er war ein Indier von Malaiischer Abkunft, den, vor vielenJahren schon, englisches Schiffsvoik auf eine betrügerische WeiseLen Seinen entrissen, an Bord gebracht und dann zu St. Helenaverkauft hatte, wo er nun als ein Sklave lebte. Seine Erzählungtrug das Gepräge der Wahrheit und sein freies gutmüthiges Ge-sicht, seine geistvollen noch recht lebendigen Augen, seine nichtsweniger als unedle Haltung, Alles sprach zu seinem Gunsten.

Die Erzählung einer solchen Schandthat erregte unfern ganzenUnwillen und wenig Tage nachher dachte der Kaiser daraus, ihnzu kaufen und nach seiner Hcimath zurückbringen zu lassen. Er

sprach darüber mit dem Admiral, der, um seine Landsleute zu ver-lheidigcn, gleich behaupten wollte, daß so etwas ganz unmöglichund der alte Tobias, so hieß der unglückliche Sklave, offenbar einBetrüger sei. Er ließ jedoch die Sache untersuchen und thcitte,als sich die Angabe bestätigte, nicht allein unfern Unwillen, sondern