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Biöweilen besuchte der Kaiser daö benachbarte Haus, ein ander»mal versuchte er außer seiner Stube sich Bewegung zu machen,öfterer aber blieb er dort, um sich zu unterhalten, und zehn" oder cilf Uhr heranzubringen. Er ging ungern so zeitig zu Bette,weil er dann mitten in der Nacht wieder auswachte, und, da er^ sich seinen Betrachtungen nicht überlassen wollte, alsdann genöthigtwar, aufzusrehcn und zu lesen.
Diese Tage sah der Kaiser bei Tisch das königliche Wappenan einer ihm eigentlich nngehörenden Feldschüssel. „Wie sie mirdoch alles verdorben haben," sagte er, in wohl noch etwas kräf-tigern Ausdrücken. Er konnte sich nicht der Bemerkung enthalten,daß der König doch sehr eilig gewesen sei, von allen diesenGegenständen Besitz zu nehmen, besonders da er an dieses Sil-i berzcug in keinem Falle als ein srühcres Eigenkhum Anspruchmachen konnte, indem es ganz unzweifelhaft ihm, Napoleon,anzehörte. Denn als er den Thron bestieg, fand sich keine Spurvon königlichem Eigenthum, und wie er denselben verließ, ver-blieben der Krone für fünf Millionen Silberzeug, und vielleichtfür vierzig bis fünfzig Millionen Mobilien, alles mit seinem Goldevon der Civilliste erkauft.
An einem dieser Abende erzählte der Kaiser bei der gewöhnli-chen Unterhaltung die Geschichte des Brumaire. Ich schweige hiervon den nähern Umständen, weil sie späterhin dem General Gour>gaud dikcirt worden sind, und man daher das Ganze dieses großenEreignisses einst in den Memoiren finden wird.
Sieyes, der einer der provisorischen Eonsuln zugleich mitNapoleon war, hörte bei der ersten Couferenz wie er über Gegen-. stäistc der Finanzen, der Verwaltung der Armee, der Politik, der' Gesetzgebung sprach, und lief dann ganz erstaunt bei seinen ver-tranten Freunden umher: „Meine Herren, sagte er, indem er vonNapoleon sprach, Sic haben einen Meister! Der Mann weißAlles, will Alles und kann Alles!
Ich war damals in London, und sagte jetzt dem Kaiser, daßwir dort große Hoffnungen gehegt, und sehr auf den I8ccn Vru-maire und sein Consulat gerechnet hätten. Mehrere von uns, dievormals Madame de Beauharnais gekannt hatten, reisten sogleichnach Paris ab, in der Erwartung, daß eS ihnen vielleicht durchdiese gelingen könne, einigen Einfluß auf die Geschäfte zu haben,oder ihnen, die sich nun unter einer ganz andern Gestalt zeigten,irgend eine Richtung zu geben.
Wir glaubten allgemein in jener Zeit, der erste Eonsul habeVorschläge von unfern Prinzen erwartet, und gründeten diese Mei-nung vornämlich ans den Umstand, daß er in s» langer Zeit sich