Druckschrift 
2 (1823)
Entstehung
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Das Schiff, welches mit dieser Nore nach Europa abgiug,war der Redpol, Capital» Dcsmont.

Genug der immerwährenden und cruiüdendcn Klage, sic sindimmer wieder dieselben. Aber man vergesse nicht, daß es für unsnoch ungleich langweiliger seyn muß, sie zu wiederholen, als fürandere, sie zu lesen.

Mittwoch, am 25. bis Freitag, am 27. Oktober.

Der Kaiser zog sich sehr zeitig an, und ging ein wenig auS;wir frühstückten um 10 Uhr, er machte noch einen Spaziergang,und dann setzten wir uns an die Arbeit. 2ck las ihm vor, waser mir Tags vorher diktirte, und mein Sohn am Morgen abge-schrieben hatte; er corrigirtc cs, und dikcirte mir wieder für morgen.Um 5 Uhr gingen wir nochmals auS, und kamen um 6 Uhr zu>»Diner zurück, indem unterdessen das Essen aus der Stadt gebrachtworden war. Der Tag war lang, die Abende aber noch länger.Unglücklicherweise verstand ich nicht Schach zu spielen. Ich hatteeinen Augenblick Lust, cs des Nachts zu lernen, aber wie, undvon wem? Ich gab vor, daß ich ein wenig Piket spielen könne,aber der Kaiser sah bald, wie schwach ich war, und wußte mir fürmeine gute Absicht Dank, aber er hörte auf. Bisweilen führteihn der Mangel an Beschäftigung in des Nachbars HauS, wo diekleinen Mädchen ihn Whist spielen lehrten. Oesterer noch blieb ernach dem Essen am Tisch, und sprach sitzend, denn die Stubewar zu klein zum hin und hergehcn.

An einem dieser Abende lies er sich ein kleines Feld-Necessairebringen, betrachtete jedes Stück desselben genau, uud gab es mirmit den Worten: „Ich besitze es lange schon, und habe cs a»dem Morgen der Schlacht bei Austerlitz gebraucht. Der kleine

Emanuel soll es künftig haben, fuhr er fort, indem er meinenSohn ansah. Wenn er dreißig oder vierzig Jahre alt seyn wird,dann sind wir nicht mehr, mein Freund! und das Ding wirdhernach mehr gelten, alS jetzt. Er wird es vorzeigen und sagen:Der Kaiser Napoleon hat cs meinem Vater auf St. Helena ge-schenkt." Ich ergriff daS kostbare Geschenk, empfinde eine Artvon Verehrung dafür, und achte es gleich einer Reliquie.

Indem er dann ein großes Necessaire durchsah, betrachtete erdie Portraits seiner eignen Familie, und mancherlei Geschenke, die erselbst erhalten hatte. Es waren darinnen die Bildnisse von Ma-dame, von der Königin von Neapel, von Josephs Töchter», vonseinen Brüdern, vom König von Rom re. Ein sehr seltenerAugustuS, sammt einer Livia , ein Scipio, eine andre sehr kostbareAntike, die ihm der Pabst geschenkt hakte, ein Peter der Große a»!