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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Tod Friedrich Wilhelms.

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förmlich die Regierung seinem Sohne'), entband alle Unter«thanen und Beamteten von dem ihm geleisteten Eide, ermahntesie, seinem Nachfolger eben so treu zu sein, als sie ihm gewe-sen und befahl dem Minister v. Podewills, das den preussi-schen Gesandten an auswärtigen Höfen zu weiterer Bekannt-machung anzuzeigen. Podewills bemerkte hierauf, daß zunächsteine Urkunde über die Niederlegung der Regierung ausgefertigtwerden und der König diese unterzeichnen müsse, ehe sie be-kannt gemacht werde dürfe. Der König antwortete nicht dar-auf, sondern gab ein Zeichen, daß man ihn in sein Zimmerbringen solle.

Hier wurde er körperlich sehr erschöpft in sein Bett ge-legt (11 Uhr) und war eine Zeit lang ohnmächtig und ohneBesinnung. Als er wieder zu sich kam, war er von seinerGemahlin und seinen Kindern umgeben; Cochius betete. DerKönig ließ sich vom Oberchirurgus seines Regiments an denPuls fühlen und fragte, wie lange er noch zu leben habe.Als dieser antwortete: „Leider ist's bald aus", erwiederte er:„Sagt nicht leider", ließ sich einen Spiegel geben, besah sich indemselben und sagte: „So weit bin ich schon todt ^)." Er batalle Anwesende, selbst die Bedienten, die von ihm etwa gezeigteUngeduld zu übersehen, und segnete seine Gemahlin und seineKinder.

Den Chirurgus, welcher ihm gesagt, er werde bald sterben,fragte er: „Woraus schließt Er das?" Der Chirurgus erwie-derte: „Der Puls bleibt ganz zurück." Darauf hob der Königden Arm auf, bewegte die Hand und sagte: „Das ist nichtmöglich; wenn mein Puls schon zurückgetreten wäre, dann

1) Friedrich H. in dem schönen Briefe an Voltaire v- 27. Juni1740. Oeuvres postli. 1. II. p. 17, kn welchem er das Ende seinesVaters schildert, sagt, dieser habe ihm am Montage (ZO. Mai) die Re-gierung übergeben; wahrscheinlich geschah das mündlich gegen den Prinzen,denn alle zuverlässige Zeugen kommen darin überein, daß die obige Förm-lichkeit erst Morgens ZI. Mai stattfand. Pöllnitz, welcher anwesendwar, IVlem. II. x. 562 sg.

2) So Cochius. In den klämoirss äs Lareitl, n. p. L66. wird ihmeine andere und von dem nicht anwesenden Pöllnitz wieder eine etwasandere Acufferung in den Mund gelegt.

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