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3 (1841) Von 1688 bis 1739
Entstehung
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der für Schweden zu erwirken. Als das nicht gelang, suchteGörz das ihm bereits bekannte gegenseitige Mistrauen der nor-dischen Verbündeten zu benutzen, um deren Gesinnungen ge-gen Schweden genau zu erforschen und mit dem, welcher diemeisten Vortheile böte, die Grundlage zum Frieden mit Karl XII.zu legen. So trat er auch in Verbindung mit dem russischenOctober Gesandten Kurakin im Haag, um nicht nur einen Frieden,1716 sondern wohl gar ein Bündniß zwischen Schweden und Ruß-land zu bewirken, worauf Kurakin um so mehr einging, alsder offene Bruch wegen des mislungenen Landungsversuchszwischen Peter, Dänemark und England bald bekannt wurde.Der Zaar sollte alle seine Eroberungen, ausser Finnland, be-halten, dafür aber Schweden unterstützen, um von Dänemarkund Hannover größere Entschädigungen zu erlangen'). Görz, >ein höchst unternehmender Mensch, verhandelte zugleich, wahr-scheinlich ohne Karls Wissen mit dem Prätendenten, um diesenmit schwedischer und russischer Hülfe auf den englischen Thronzu setzen. Areskin, der Leibarzt Peters I. und Vetter des Gra-fen von Marr, ließ den Beistand Rußlands hoffen. Der schwe-dische Gesandte Gyllenborg in London war ebenfalls thätig da» ibei, doch scheint, daß er und Görz jedenfalls nebenbei für sichvon den Jacobiten Geld zu ziehen suchten, dessen sie so sehrbedurften, um den Aufwand zu bestreiten, in dem sie sich sehenliessen, wozu ihnen Karl XII. wenig oder nichts geben konnte.Diese Umtriebe hatten den Abschluß der Triple-Allianz zwischenEngland, Frankreich und den Generalstaaten (v. 4. Jan. 1717)beschleunigt, wurden jedoch entdeckt, Gyllenborg in Londonund Görz in Arnheim auf einige Zeit festgenommen und von ^Georg I. Alles öffentlich bekannt gemacht. Karl XII. und Pe-ter I. erklärten indessen, von diesen Anschlägen nichts zu wis-sen 2 ). Jeder der ehemaligen nordischen Verbündeten warf dem

1) Mosers Görz S. 165 mit Beilagen.

L) 8t. 8imon XIV. x. 297 u. XV. x. 94. Hojer I. S. ZZ1- ^1>aiul,ert^ X. x. 17. Mosers Görz S. 172. Es ist möglich, doch skaum wahrscheinlich, daß Peter I. u. Karl XII. gar nichts von diesen /Umtrieben gewusst haben sollten. Indessen sie liessen sie gehen ohne sich da-für bloß zu stellen.