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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Französische Vermittelung.

Croifsy ging nach Stralsund und suchte von hier aus den Kö-nig von Preussen von einem Angriffe auf diese sehr starke Fe- 22 . Maistung abzuhalten, an deren Eroberung, seitdem die Insel Rü- 1715gen vor einem Angriffe gesichert, nicht mehr zu denken sei.

Karl wünsche aber den Frieden. Friedrich Wilhelm erwiederte, 24. MaiKarl wolle keinen Frieden, sondern Krieg. Croissy betheuertegegen den Minister Ilgen, Karl wünsche in gutem Einver- LS. Maistandnisse mit Preussen zu leben. Ilgen erwiederte, das hatte i. Junier früher beweisen sollen, jetzt sei es zum Aeussersten gekom-men, man könne sich auf Karls Wort nicht verlassen. Ver-geblich waren alle Bemühungen Croissy's, Karls Benehmen zu 19 . Junirechtfertigen, vergeblich bot er die Gewährleistung Frankreichs,daß Karl Alles erfüllen werde, was Preussen gefodert. Daswurde als ungenügend abgelehnt, Karl habe den Krieg durch 21 . IMseinen Angriff auf die Insel Usedom eröffnet. Croissy musste,ohne auch nur das Geringste bewirkt zu haben, wieder abrei-sen'). Das gesammte Verfahren Preussens zeigte, daß eskeine friedliche Beilegung wollet- Der berliner Hof suchtejedoch durch ein Manifest, mit dem Titel: „Kurze Informationwegen des von Sr. Königl. Majestät in Preußen übernomme-nen vorpommerschen Sequestri^)", sein seit dem I. 1713 ge-gen Schweden beobachtetes Verfahren darzulegen und in eingünstiger Licht zu stellen. Der König sei durch altere undneuere Bündnisse seines Hauses zur Vertheidigung Sachsensund Polens verbunden, habe den Sequestrationsvertrag ledig-lich im Interesse Schwedens angenommen, nur um diesemStettin und Pommern zu erhalten, und durchaus uneigennütziggehandelt. Karl dagegen habe Stettin ohne Bezahlung zurück-verlangt, die Preussen auf Usedom angegriffen, auch in das

1) Der Briefwechsel ist oft abgedruckt, bei I-ninbert^ IX. p. 278ff- am vollständigsten, in den Nachrichten vom nord. Kriege, Forts. 1.

S. 401, in Büschings Mag'azin XX. S. 2Z5. Bergl. idiorädorL III.

I>. ISS.

2) S. die Schreiben des schweb. Ministers Müllern v. 27. Aprilund 11. Juni 1715 bei I-nmbert^ IX. p. 272 ff.

Z) Bei I-smberl^ IX. p. 284 und wahrscheinlich daher, wie diemeisten Aktenstücke bei ülartiniars I. p. 198. Deutsch in den Nach-richten vom nord. Kriege, Forts. Z. S. 241.