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3 (1841) Von 1688 bis 1739
Entstehung
Seite
270
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Immer starker rückten die Truppen der verbündeten Mächte,vorzüglich Preussens, heran und nach und nach waren 30,000 lMann gegen Karl XU. vereinigt. Dieser hatte zwar ein Bünd-^pril niß mit Frankreich geschlossen, welches ihm den Besitz seiner I1 io Lander gewährleistete und die Rückerhaltung alles dessen, wasihm in Deutschland entrissen worden war, sowie 000,000 >

Thaler jährlicher Hülfsgelder für die Dauer des Krieges ver-sprach , allein Frankreich war selbst durch den langen Krieg überdie spanische Erbfolge erschöpft. Hierzu kam, daß König Ge-org I., als Kurfürst von Hannover, sich, obwohl anfänglich17. Mai u. sehr geheim, mit dem Könige von Dänemark verband, dem nordi-26 . Juni scheu Bunde zutrat und an den Zaar Peter Esthland, Jngermann-

land und Carelien, an Friedrich Wilsselm die Hälfte des schwe- jdischen Pommerns, an Dänemark den holstein-gottorpschen An- jtheil von Schleswig gewährleistete, einige Regimenter zur Er-oberung Wismars zu stellen und an Schweden den Krieg zuerklären versprach, wogegen ihm der König von Dänemark nunfür 600,000 Thaler baar und 271,000 Thaler rückständige Con-tributionen Bremen und Verden, was er im I. 1712 Schwe-den entrissen, abtrat ^). So mehrten sich auch von dieser !Seite die Feinde Schwedens und es hatte selbst von Englandnun nichts Günstiges mehr zu erwarten. Einen schwachenSchimmer der Hoffnung, daß sich wenigstens zwischen Preus-sen und Schweden der Friede werde erhalten lassen, gab dieAnkunft des ausserordentlichen französischen Gesandten Grafen ,Croissy. Er kam, geschickt von seinem Bruder, dem MinisterTorcy, welcher gern für Karl XII. etwas thun wollte, nach >io. Mai Stettin. Friedrich Wilhelm, der ihn hier sprach, verlangte, >weil ihm die Russen Wolgast und Usedom sowie Stettin biszum Frieden anvertrauet, Karl solle Alles wieder in den Zu-stand setzen, in welchem er es bei seiner Ankunft gefunden.

1) Hojer I. S. 280. Der Vertrag selbst ist noch nicht gedruckt.Vergl. Lamberts IX. x. 295. Die Ratificationen des Vertrags wurdend. 17. Juli ausgcwechsclt. Einiges von diesen Verträgen steht auch indes russischen Gesandten Wsewolowski Denkschrift v. 25. Dcc. 1719 inAlontZon insnwires 1. H. xiöoes just. 1^. 20. Es ist das wohl dasBündniß, welches in Seckendorfs Leben I. S. 102 als den Februarabgeschlossen angeführt wird.