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Wissenschaften. Akademie.
und mechanischen Werken gegeben und ein Observatorium er-bauet, verdienstliche Bestrebungen der Mitglieder durch eineMedaille, durch Beförderung und Begnadigung belohnt wer-den- Am folgenden Tage, seinem Geburtstage (12. Juli),ernannte er Leibnitz zum Präsidenten der Akademie, ohne daßdieser gcnöthigt wurde, seine Stelle als hannoverischer gehei-mer Rath aufzugeben.
Die der Akademie bestimmten Gebäude und die Stern-warte wurden zwar zu bauen angefangcn, jedoch wegen Geld-mangels während des spanischen Erbfolgekricgs erst im I.1710 vollendet. Die der Gesellschaft überwiesenen Einkünftebetrugen auch nicht über 400 Thaler jährlich '). Ungeachtetsie nun ausgezeichnete Mitglieder, wie den Alterthumsfor-scher Beger, den gelehrten Bibliothekar La Croze, den Orien-talisten Jablonski, Ancillon, den Sprachforscher Frisch, denAstronomen Kirchner besaß und die Zahl ihrer Mitgliederausser Deutschland, in England, Holland und Italien auf ge-gen 80 gestiegen war, so erschien doch erst im I. 1710 dererste Band ihrer Schriften und zwar lateinisch, mit demTitel: Niscellsnes kveietstis scientisrum sä iucromentumsciLnIisrum.
Die Wünsche und Vorschriften des Königs für die Rein-heit der deutschen Sprache hatten wenig oder keinen Erfolg.Lcibnitz konnte noch später sagen: „Der Mischmasch hat abscheu-lich überhand genommen, so daß die Prediger aus der Kanzel,die Sachwalter auf der Kanzlei, der Bürgersmann im Schrei-ben und Reden mit erbärmlichem Französischen sein Deutschesverderbet." Auch am Hofe Friedrichs I. war es nicht anders.
Am 3. Juni 1710 erfolgte nun die endliche Einrichtungder königlich preussischen Societät der Wissenschaften, in Wel-ls Lcibnitz schlug die Unternehmung einer Lotterie dazu vor. Bcrgl.dessen Erzählung von der Absicht der Societät der Wissenschaften, wassie bisher geleistet und wodurch sie verhindert worden. Leibnitzs deutscheSchriften Bd. II. S. 284. Es fehlte immer am Gelde. Leibnitz machtemehrfache Vorschläge wie dem abzuhelfcn.
2) Leibnitzs Gedanken über die Ausübung und Verbesserung derdeutschen Sprache, aus dessen Werken bei den Oiscours tu« <Ia»ssemdläs pudligus äo I'^vaäümis 26. I-mv, 17SL.