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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Buch V. Zweites Hauptstück.

übelcr Behandlung ungesund wurde oder starb. Wer von demLandesherrn spöttisch sprach, wurde mit Gefängniß, wer ehren-rührig, mit dem Tode bestraft.

Als Lehrer der mathematischen Wissenschaften bei den'.Ca-detten wird der Oberstlieutenant Johann Heinrich Wehr genant,ein vielseitig wissenschaftlich gebildeter Mann, der über Kriegs-baukunst schrieb und Theil an dem Anbau der Friedrichsstadthatte, von der eine Straße seinen Namen erhielt'). Der In-genieur Oberst Cayart, ein Schüler Vaubans, verbesserte dieWerke mehrerer Festungen"). .Sonst scheinen die Ofsiciere nichtviel Unterricht gehabt und gebraucht zu haben, doch befahl derKönig im I. 1704, die Feldmesser sollten die Karten der auf-genommenen Feldmarken so zeichnen, daß sie zusammenge-stoßen und zu militairischcn Zwecken benutzt werden könnten.Zur Versorgung kriegsunfähiger Soldaten errichtete zuerst Fried-rich I. Jnvalidcncompagnicn und bestimmte dazu die Einkünftedes Amts Chorin ^).

Was Friedrich I. im Anfänge seiner Regierung für Künsteund Wissenschaften gethan, haben wir schon berührt. Ausserder Akademie der Künste und mechanischen Wissenschaften, zuder Dunkelmann den Grund gelegt und die 12. Juli 1699unter dem Protectorate Kolbs von Wartcnbcrg eingeweihetwurde, gründete er auch die Akademie der Wissenschaften inBerlin. Veranlassung zur Stiftung der Akademie, oder, wiesie anfänglich hieß, Socictat der Wissenschaften gab die Ver-sammlung mehrerer gelehrten Männer in Berlin, welche Fried-rich beauftragt hatte, die Ausführung des Reichstagsbeschlussesüber Annahme des verbesserten Kalenders zu berathen. Leib-nitz benutzte das, um bei dem Fürsten den Gedanken an dieErrichtung einer Gesellschaft der Wissenschaften anzuregen, underhielt von diesem den Auftrag, darüber ein Gutachten abzu-gebcn. Lcibnitz that das und sagte darin: der Zweck derSocietät müsse sein, der Menschen Glückseligkeit zu befördern,welche hauptsächlich in der Weisheit und Tugend, dann in der

1) Nicolai's Berlin II. vierter Anhang, S. 49.

2) Derselbe a. a. O. S. 55.

3) Königs Berlin III. S. 172.