Elbing.
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Bombardement und zur Bereitung glühender Kugeln ankamcn,baldiger Entsatz, ja nur Unterstützung nicht zu hoffen war, nahmdie Stadt die vom Kurfürsten vorgeschlagencn Accordpunkte 10 . Nov.am folgende Tage an, die Brandenburger rückten ein, die Ab- 1698Mahnung des Kaisers kam zu spat. Der Kurfürst versprach,alle Privilegien, Rechte und Freiheiten der Stadt aufrecht zuerhalten, sie rücksichtlich der Kapitulation zu schützen, ihre Ver-theidigung auf seine Kosten zu übernehmen und sie nurals Unterpfand, bis ihm die Pfandsumme bezahlt sei, zubehalten.
Freilich hatte die Erfahrung nur zu oft gezeigt, daß der-gleichen Pfandschaften aus allerlei Rechtsgründcn und mancher-lei Vorwanden in den dauernden Besitz des Inhabers überge-gangen waren; hier durfte dasselbe um so eher befürchtet wer-den, als bei dem damaligen Zustande Polens nicht vvrauszu-sehen war, wann die seit dem Jahre 1657 schuldige Pfand-summe an Brandenburg werde entrichtet werden können,und es mochte immer fraglich bleiben, ob nicht selbst dannnoch Schwierigkeiten über die Rückgabe gemacht werden wür-den, wie sie auch Polen seit vierzig Jahren über die Bezah-lung der schuldigen Summe erhoben hatte. Hierzu kam dieErinnerung an die für Polen so demüthigenden Umstande, un-ter denen der große Kurfürst, der ehemalige Vasall Polens,den Abschluß der Vertrage von Wclau und Bromberg durch-gesetzt hatte, was die ganze Angelegenheit noch gehässigermachte. Man kann sich daher nicht wundern, daß die Aufre-gung in Polen sehr groß war, als die Nachricht von derUcbergabe Elbings ankam. Der König hatte schon vorher dieSenatoren berufen und an Friedrich m. und an die Gewahr-leister des Friedens von Oliva geschrieben. Jetzt rief Allesnach Krieg, zu den Waffen. In scharfen Ausdrücken ge-gen Brandenburg, das verpflichtet sei für Polen zu kämpfen undundankbar die Waffen gegen dasselbe wende, wurde ein allgemeinesAufgebot des polnischen und lithauischen Adels erlassen. Der iZ-Nov.polnische Gesandte sollte von Berlin abreisen, der brandenbur- 1698gische Resident in Warschau erhielt Befehl, sich wcgzubegeben.
Der Kurfürst beantwortete die ihm in dem Erlasse ge- 22. No»machten Vorwürfe, behauptete, sie stammten von seinen Fein- 1698Stenzcl Gesch. d. Preussisch- Staats. HI. 6