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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Buch V. Erstes Hauptstück. >

Uhr bespannt auf dem Markte stand, beim Fahren aus derStadt aus der Zugbrücke stehen bleiben, deren Aufziehen wehren jund den Brandenburgern das Eindringen möglich machen sollte. !Allein der Präsident der Stadt, Ramsay, hatte Nachricht von !dem Anmarsche der Brandenburger erhalten, die Schlagbaume !in der Vorstadt besetzen lassen und gab erst um sechs Uhr die i14. Oct. Erlaubniß zur Eröffnung des Thors. Als daher Brand seinen '1608 Anschlag entdeckt sah, rückte er offen gegen die Stadt undzeigte ihr an, er habe Befehl sie als Hypothek bis zur Erle-gung des Pfandschillings in Besitz zu nehmen.

Die Stadt protestirte gegen die Besetzung und Zahlung,schickte Abgeordnete an den Kurfürsten und bat um Frist,wahrend der unentschlossene Brand, um kein Blut zu ver-giessen, sich etwas zurück und nach und nach bis auf 4000Mann Verstärkungen an sich zog. Zugleich wendeten sichdie Elbinger an den polnischen Hof, an die Großen, an ^die Städte Danzig und Thorn um Hülfe, doch ohne Erfolg.Verwendungen bei Friedrich III. waren vergeblich, weil diesersich auf sein klares Recht berief und das in einer ausführlichenAuseinandersetzung dem Könige von Polen darlegte*). DieStadt setzte sich unterdessen thätig in Verthcidigungsstand, derWoiwode von Kulm lud die (polnisch) preussischen Landräthe24. Oct. nach Graudenz zum Landtage, als Brand von Neuem vor die1689 Sradt rückte und sie auffodcrte, sich zu ergeben, doch aber- >mals acht Lage Frist (bis zum 3. November) gab, weil seineBelagerungsanstalten noch nicht vollendet waren. König Au-gust, der etwas für die öffentliche Meinung in Polen thun !mußte, obgleich er ohne Zweifel unter der Hand völlig einver-standen mit Friedrich III. war, ermahnte die Elbinger in einemZo. Oct. Schreiben, sich tapfer zu vertheidigen, den Tod der Knecht-1698 sch^t vorzuziehen, und versprach Hülfe, schickte sie aber nicht.

3. Nov. Die Stadt schlug nochmals die Ergebung ab, erhielt noch aufdrei Tage Frist, während deren ein abermaliger Versuch, sie- 4 . Nov. in der Nacht zu überrumpeln, durch die Wachsamkeit der Be-satzung mislang. Einige Musketen- und Kanonenkugeln wurdengewechselt, einiges Blut floß. Als nun die Mittel zum

1) Illestr. Lurop. XV. x. 407.