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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Wilhelm von Oranien.

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mann, wie der Kurprinz billigten das Unternehmen vollkom-men, als nothwcndig zur Erhaltung der Freiheit Europasund des Protestantismus, welche man durch Jakobs Katholi-cismus und Hinneigung zu Frankreich für aufs Höchste ge-fährdet hielt.

Im Mai, bald nach dem Tode des großen Kurfürsten,kam Bentink, der Vertraute Wilhelms, nach Berlin unter demVorwände, Friedrich III. zu seinem Regierungsantritte Glückzu wünschen, wirklich um von ihm 6000 Mann Hülfstruppenzur Vertheidigung Hollands zu erbitten, weil Wilhelm fürch-tete, Frankreich werde das angreifen, wahrend es durch diemit ihm nach England übergcschifften Truppen entblößt wäre.

Der Kurfürst war bereit, Dankelmann ebenfalls sehr da-für, der eben anwesende Landgraf Karl von Hessen-Kasselwurde nach und nach in das Vertrauen gezogen und gewon-nen, ebenso durch Friedrichs persönliche Anwesenheit in Anna-burg der Kurfürst von Sachsen, der doch keine Truppen dazugeben wollte. Nachdem Friedrich III., der, um Argwohn zuvermeiden, durch den geheimen Rath Paul von Fuchs mitBentink in Celle verhandeln ließ, sich über die ganze Unter-nehmung gründlich unterrichtet, auch den Bund seines Vaters so. Junimit den Generalstaaten erneuert hatte und der Herzog von 1688Celle für dieselbe gewonnen worden war, kam er noch sehrgeheim mit Wilhelm in Minden zusammen. Dieser versprachihm nicht nur das, was im Testamente seines Großvaters be-stimmt war, sondern weit mehr zu vermachen und Friedrichwilligte ein, 6000 Mann in holländischen Sold zu geben,welche in der Mitte Septembers an der Grenze sein undnur wenn der Kurfürst in seinem eigenen Lande angegriffenwerden würde, zurückgerufen werden sollten

Der in Unterhandlungen äußerst geschickte Wilhelm stimmtesogar den eifrig katholischen Kaiser für sich, ja selbst der PapstJnnocenz XI. war aus heftigem Hasse gegen Ludwig XIV.

1) kuksnäorl I. §. 68. Ueber die unmittelbare Theilnahme derBrandenburger an dm Ereignissen in England selbst s. Schöning imLeben Natzmers S. 65. Nach Pufendorf müsste man annehmen, daßbrandenburgische Dragoner mit übergeschifft worden wären, doch war dasnicht der Fall. S. Militair-Wochenblatt v. I. 1883, Nr. 80.

Stenzel Gcsch. d. Preussisch. Staats. HI. 2