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des Stolzes io ihm vereint waren. Seine Manieren waren mehrwichtig als edel, mehr bloßen Amtsmanieren gleich, als daß sieEhrfurcht erweckt hätten. Er sprach mit Leichtigkeit, dabei aber miteiner gewissen Salbung. Sein Styl Ist korrekt und rein, zeigtdann und wann selbst Beredsamkeit, cs fehlt ihm aber dockIm Allgemeinen an Kraft und Wärme. Seine wohlgeordnetenPhrasen sind zu lang und seine Vergleiche zwar richtig, sie rntbeh-rcn aber der Verschiedenheit. Sein Geist hatte einen hohen Gradvon Ausdehnung, aber noch weiter ging sein Ehrgeiz. Er wolltezu gleicher Zeit Frankreich beherrschen, reformiren und durch seineWerke aufklärcn. Menschen lassen sich nun aber nicht so leichthandhaben als Thaler. Necker hatte den öffentlichen Schatz mitglücklichem Erfolgt dirigirt, weil er dabei die nämlichen Grundsätzebeobachtete, die er bet seinem Wechselhause befolgte. UnglücklicherWeise richtete er sich gleichermaßen nach Beispielen aus seiner Hei«mach und weil die immerwährende Bewegung, die zu Genf herrsch-te, keine traurigen Folgen hatte, so fürchtete er auch nicht, inFrankreich Unruhen anzuschüren und glaubte, daß er Meister dersel-ben bleiben könne. So wurde Unheil und Verderben für dasReich, für ihn selbst und für sein Vaterland von ihm verschuldet.Seine politischen Meinungen wurden während der ganzen Revolu«tion mißverstanden. AlS er zu Anfänge derselben die Grundpfeilerder monarchischen Verfassung zerstörte, indem er den dritten Standverdoppelte, so glaubte man allgemein, daß er das Volk begünstigeund die Freiheit wolle. Nichts war Irriger. Seine Absicht gingvielmehr dahin, nach Machiavels bekannter Maxime, den Adel, dener für allzumächtig hielt, ein dem Königsthume nützliches Gegenge-wicht zu geben, da er der erste Beamte des letzter» war. Später-hin glaubte das Volk, daß er an ihm zum Verräther werde, indes-sen Neckrr einsah, daß ihm der Hof seine Popularität nie verzeihenwürde. Er suchte also in der Nationalversammlung einen Stütz-punkt zu finden, um selbst gegen den Willen des Königs Ministerzu bleiben. Allein er betrog sich; den Häuptern der Revolutionwar er zu gemäßigt; auch brauchten sie gelehrige, unterwürfige Be-amte, Leute, die keine persönliche Achtung genossen. So war dennNecker genöthigt, sich zurückzuziehen; man sah, welcher Unterschiedzwischen einem geschickten Financier und einem großen Staatsmannesei."
Minder beleidigend als das Zeugniß von Senac, aber eigentlichdoch immer ungünstig für Necker sind eine Menge anderer Meinun-gen, wie sie von allen Partheien über ihn laut geworden sind. Eswürde uns schwer werden, hierbei eine Auswahl zu treffen. Wirschließen daher mit dem, was der Marquis von Ferneres über ihn