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Zungen schwelge», sich seines Einflusses versichern, dön König unddie Königin durch das Schauspiel der Freude schrecken, die seinErscheinen erregen sollte. Er flieg daher bei dem süßen Schall deswiederholten Händeklatschens die große Schloßtreppe hinab und stelltesich an, als werde er von der Menge fortgerissen. Begleitet, um«ringt, jubelnd begrüßt von einer ungeheuer» Masse des Volkes,ging er langsam über die Höfe und die von den Fluchen einesblinden und betrogenen Publikums überschwemmten Straßen nachseinem Hause. Mehrere Personen wunderten sich über den Weg,den er nahm und fragten, wo er denn nur hingehe. Auf dem nach«sten Wege nach Hause, antwortete ein witziger Mensch. 2ch habeübrigens selbst gesehen, was ich erzähle; ich habe gesehen, daß meh«rere Große, daß Weiber, von dem blindesten Enthusiasmus gelrie»ben, zu Necker gingen. Eine der ersten Hofdamen, die schon we«gen ihrer schwärmerischen Vorliebe für Necker und durch die zu sei«neu Gunsten gespielten Kabalen bekannt war, blieb an einem Git-ter des Schloßhofes stehen, betrachtete die tumulcariscken Bcwegun«gen mit Wonne, weidete sich an Neckers Triumph und rüste mitstolzer Zufriedenheit aus: Wer will es wagen, den sortzuschicken!Der König ertrug seinen Anblick noch einige Tage und ergriff amEnde doch die Parthei, ihn zu entfernen, wurde aber bald daraufgezwungen, ihn wieder zurück zu rufen. Die Nationalversammlung warvon dem Grafen von Lally verleitet, von Volksbewegungen gedrängtund -schickte Kouriere nach ihm aus; ganz Frankreich wünschte nichtseifriger als seine Rückkehr. Personen, die ihn nicht kannten, sürch»teten sogar, daß er diesen Bitten kein Gehör geben möchte; andere,die ihn richtiger beurtheilten, wußten, daß seine Eitelkeit stärker sei,alS jedes andere Interesse und jede politische Betrachtung, die ihnabhalten mußte, in einen Posten zurück zu kehren, den er nicht be»haupten konnte. Kaum war er aber da, so wunderte sich jeder,daß er seine Rückkehr gewünscht habe. DieNationalversammlung betrach-tete sie mit Gleichgültigkeit, das Volk sprach nicht mehr von ihmund die demagogischen Redner äußerten sich ungestraft zu seinemNachtheile. Er wurde in den Journalen angegriffen und strebtevergebens, bei der Gewalt des Ungewitkers zu laviren. -Ohne Gei»stesmittel, ohne einen politischen Charakter, konnte er weder einMann des Volks, noch ein Mann des Königs seyn und verließ dasMinisterium, ohne daß eS die geringste Sensation verursachte."
Wir kommen nun zu dem Zeugnisse, das ihm der Herzog vonLevis giebt. „Ich habe, sagt er, nie einen Menschen gekannt, derNcckcrn gliche. Hat er daS Lrgan des Stolzes, von dem derDoktor Gatt spricht; hat Gall bei seinem Systeme reckt? DasAlles weiß ich nicht; so viel aber ist gewiß, daß alle Symptome