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immer Entschuldigung«» und wenn er, ohne eS zu wissen, gegen dieWahrheit sündige, so bleibt ihm immer noch ein Mittel der Recht-fertigung und so erkennen Freund und Feind, der eine mit der Ach-tung und Schonung des Wohlwollens und der andere von seinemHasse fortgerissen, daß Herrn Neckcrs Stolz unbicgsam gewesen sei.
„Er gab, sage sein Biograph, das bis dahin unbekannte Bei-spiel, das mehrere Personen mit dem Beiworte üolz belegt haben,daß er den mit seivck Stelle verbundenen Gehalt ausschlug, umdurch dieses uneigennützige Verhalten sich die Mittel zu erleichtern,eine Menge von Stellen eingehen zu lassen, die eben so sehr denKassen zur Last, als unnütz waren." Dies Beispiel kann jedoch nichtnachgcahmt werden, es bleibt einzig in seiner Art. Daß der Stolzdabei seine Rolle spielte, glaubte man bei dem Rückblick aus diefrühen, Handlungen, die nicht eben von großer Uneigennützigkeitzeugten, nämlich sein Treiben bei dem Aufkäufen der englischenPapiere und sein strafbares Auftcchthalten der Bank zu London.Seine Verrichtung aus den Ministergehalt machte die Einziehungder Stellen um nichts leichter. Sie zerstörte das Glück mehrererAngestellten und brachte andere um ihr Brod. Daß Herr Neckersich mir dreimal hunderttausend Franken Einkünften begnügte undfünfzig tausend entsagte, konnte jenen wenig Trost gewähren.'Einige dieser Einziehungen von Aemtern waren mit empörenderHärte verbunden- Der folgende Zug ist zwar bekannt genug, ver-dient aber doch erwähnt zu werden.
Es gab unter andern zwei Stellen, beide von bedeutendem Ein-kommen. Herr von Boulogne war der Besitzer der einen und zu-gleich der ältre im Dienste, erfuhr aber mit Erstaunen, daß die seinigegegen das bis dahin beobachtete Verfahren, wobei man den älterenAmtsbesitz fortdauern ließ, aufgehoben worden sei. Er geht zuNecker und bringt seine vergeblichen Bitten bei ihm an. 2ndem ernun mit aller Beredsamkeit, die das persönliche Znteresse und dasGefühl deS Unrechts einzugeben vermag, seine Sache führt, wirddem Herrn Minister angesagt, daß aufgetragen sei- Er bittet Herrnvon Boulogne zu Tische; dieser dankt und erwähnt dabei als Ent-schuldigung, daß er wegen des Podagra, woran er leide, eine strengeDiät beobachten müsse und auf bloße Mehlspeisen beschränkt sei.Jetzt erwiedert Necker triumphirend, ein Mann, der so wenig Be-dürfnisse habe, der sich mit bloßer Milch begnügen müsse, bedürfeauch keines so bedeutenden und einträglichen Postens. Wir kommenjedoch auf die Erzählung des Herrn von Meilhan zurück.
„Necker wurde, sagt er, als das erschütterte Ansehen des Kö-nigs de» Schreiern im Publikum nicht mehr Widerstand leisten