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setzte, bleibt merkwürdig in der Geschickte. AlS Minister des Kö-nigs hatte er nur ihm von dem Zustande der Finanzen und vonseinen -Operationen Rechenschaft zu geben; aber der Monarch warihm nicht genug; er wollte dem Publikum ein mit List und ausKosten der Wahrheit gefertigtes Gemälde verlegen, in der sichernHoffnung, daß er bei diesem Tribunal eine reiche Beifallserndtefinden würde. Bald nachher versuchte er, trunken von seinem
Glücke, sich die Gunst der öffentlichen Meinung zu Nutze zu ma-chen und begehrte die Aufnahme ins Conseil. Der Premierministermachte ihm Einwürfe in Beziehung auf seine Religion und schlugihm höflich vor, daß er die Messe besuchen möchte. Necker bestandauf seinem Verlangen, drohte, daß er seine Stelle aufgeben würde,war jedoch dabei überzeugt, daß die Furcht ihn zu verlieren, jedesBedenken In Betreff der Religionsverschiedenheit besiegen werde;aber seine Einbildung betrog ihn; man ließ ihn übgehcn. Es gabdamals in Frankreich eine gegen die Regierung erbitterte Parrhei,entschlossen, alle Handlungen derselben zu tadeln. UnterrichteteMänner wagten es nicht, ihre Meinung gegen dieselbe auszuspre-chen; sie beurtheilten Necker, wie ihn die Nachwelt beurcheilen wird;>> sie sahen ein, daß er keine festen Grundsätze und keine andere Kunstangewendet habe, als zu jedem Preiße Geld zu borgen, um mitdem glänzenden Zustande des königlichen Schatzes zu prunken unddas Publikum dadurch in Verwunderung zu setzen, daß man Kriegführte, ohne die Abgaben zu erheben."
Wenn man diese Angaben mit dem' vergleicht, was NeckersBiograph über ihn sagt, so findet man zwar, daß er die rühmli-chen Umstände erzählt, ihnen aber eine Deutung giebt, wodurch erdie Meinung des Herrn Senac von Meilhan vollkommen widerlegt.Mit großer Geschicklichkeit gehet der Biograph über die Anleihenhinweg; er begnügt sich zu sagen, daß der Minister Frankreich einenFinanzetat vorlegre, bei welchem die jährliche Einnahme die Aus-gabe um zehn Millionen überstieg; aber er erklärt die Erscheinungnicht, welche das Anleihesystem von allem Wundervollen cntblöst.Er erinnert an den Enthusiasmus, welchen sein Compte-rendu er-regte, verhehlt inzwischen nicht, was sich gegen die Schicklichkeitder Publicität desselben sagen ließ und eben so wenig die Vorwürfe,die mehrere Freunde Neckers ihm über seinen unbiegsamen Stolzmachten. Bei einem Schriftsteller mit redlichem Willen findet man
Unschicklichkeit seines Verfahrens aufmerksam mache». Das Werkmutzte natürlich dem Publikum gefallen, die Minister hatten bisdahin nie Rechnung abgelegt, wie nun geschieht.
L. C.Tageb.Nachtr.s.
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