Druckschrift 
Nachtr., 2 (1825)
Entstehung
Seite
128
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Wir kömmen zu Herrn von Mcilha» zurück, «in zu sehen, aufwelche Weise Necker Finanzminister wurde und wie er sich als sol-cher benahm. „Die Verbindungen Ncckcrs, sagt er, mit einemRänkemachcr, Massen de Pezay, der sich in direkte Korrespondenzmit dem Könige zu setzen gewußt halte, verschaffte ihm Gelegen-heit, die Aufmerksamkeit des Fürsten und hes Premierministers aussich zu ziehen. Er überreichte dem Grasen von Maurepas Memoi-re» über die Finanzangelegenheitcn, worinnen er die Hülssquellenübertrieb. Der Premierminister war ein Liebhaber des Neuen; erschenkte den angegebenen Mitteln seinen Beifall, ohne bei der Sachtauf den Grund zu gehen und schlug daher vor, Neckern die Di-rektion des königlichen Schatzes, so wie die Angelegenheiten in Be-treff des öffentlichen Kredits und der Anltihen anzuvertrauen.Neckers so schnell erworbenes Vermögen, seine vorausgesetzten Fä-higkeiten, wenn man von den in seinem eigenen Handelshause er-rungenen Dortheilen den Schluß machte, erweckten bet dem Grafenvon Maurepas die Meinung, daß es ihm gelingen werde, das Geldder französischen und fremden Kapitalisten in den königlichen Schatzzu ziehen. Clugnys Ungeschicklichkeit t» den Geschäften war einGrund mehr, warum man sich entschloß, ihm einen Menschen bei«zugeben, der im Finanzfache Erfahrung gemacht hatte. Es ist dasBeste für eine Regierung, welche den tiefen Sitz des Uebcls nichtuntersuchen mag, Zuflucht zu Palliacivmitleln zu nehmen. Inzwi-schen starb Clugny und Necker wurde dem Nachfolger desselben bei-gesetzt, der aber bald rin -Opfer von dessen ungeduldigem Ehrgeize wurde.Necker, der nun Minister wurde, sorgte für nichts eifriger, als fürMistel, das Publikum zu blenden und Bewunderung zu erregen.-Ohne Zweck, ohne gründliche Kenntnisse, ohne sich ein System ge-bildet zu haben, dachte er nur auf Operationen, die Aufsehen ma-chen müßten; es verzehrte ihn ein unersättlicher Durst nach Bei-fall; strenge Mittel kosteten ihm nichts.

„Angetrieben von diesem einzigen und mächtigen Bedürfnissenach Erfolgen und Lobeserhebungen, gab er jetzt sein Comptr-rendu heraus. Diese Handlung seines Ehrgeizes und seiner Eitel-keit *), welcher sich der Premierminister aus Schwäche nicht wider-

Herr von Scnac hat Unrecht, sich dieser Zusätze zu bedienen, um dieTharsachcn näher zu bezeichnen, welche er erzählt, sie sprechen schonvon selbst. Es ist ganz klar, daß das Compte-rendn von der einenSeite ein Denkmal der Eitelkeit und von der andern der Schwacheist. Ludwig der Sechzehnte sollte, anstatt die Herausgabe diesesBuches zu befehlen', eS untersagen und seinen Minister auf die