gnügten sich, heimliche Nachforschungen In London anstelle» zu las.sen. Es ergab sich hierbei, vaß Vie Papiere nicht eher als nacherlangter Gewißheit vom Abschlüsse des Friedens und dessen Be-
kanntmachung wieder verkauft und hierbei vierzig Procenc gewonnenworden war."
Der Herzog von Lauzun erzählt in seinen Memoiren einen Zug,der mit dem obigen einige Aehnlichkelt hat. Wir werden wohldaran thun, ihn mitzukhcilen. „Die Minister, sagt er *), bewiesenmir viel Vertrauen und ich wagte daher, ihnen iine große undglänzende Unternehmung vorzuschlagen. Ich wollte nämlich, daß,ehe der Krieg angefangen würde, man die englische Bank Bankerotmachen ließe, was eben nicht schwer war. Ich hatte mir über dieallerdings unbeträchtlichen Fonds derselben Gewißheit zu verschaffengewußt und eben so von den Mitteln, ihr in einem dringenden
Falle zu Hülse zu kommen, welche noch unbedeutender als jenewaren. Eine einfache Bankoperation, deren Resultat gewesen wäre,von jeder bedeutenden Stadt in Europa große Summen in Goldeaus alle Handelshäuser in London in einer und derselben Woche zuziehen, würde alle Banquiers gezwungen haben, plötzlich ihre sämt-lichen Fonds von der Bank zurück zu fordern. Eine Menge ängst-licher Leute hätte sodann noch den Miscredit vermehrt und nichts
wäre im Stande gewesen, den Fall der Bank zu verhindern.
„Mein Vorschlag wurde von dem Comitee, zu dem ich sprach,mit dem größten Beifalle aufgenommen. Necker aber, der sich nichtdabei befand und dem man am folgende» Tage denselben micthcilte,war völlig dagegen. Er sagte, es würde dies alle Banquierhäuserin Paris ruiniren. Ich glaubte das nicht, ging nach Paris, ummir nähere Aufschlüsse zu verschaffen und brachte von dort die Er-klärung aller Banquiers mit, daß sie bet dem Bankerot der engli-schen Bank nichts zu verlieren hätten. Nur die Herren Germain,ein Handelshaus für Rechnung Neckers, daö bet der englischenBank sehr interessirt war, machten hierbei eine Ausnahme. Erhinderte auf diese Weise die ganze Sache; noch mehr, er schickteeine ungeheure Menge von Gold nach England zu Unterstützung derdortigen Bank, für den Fall, daß man Versuche machen wollte, siein Verlegenheit zu setzen."
Bei der eisten Gelegenheit handelte Necker unredlich, um einenbedeutenden Gewinn zu machen; bei der zweiten, um Verlust zuvermeiden, aber bet dieser auch sogar verrächerisch gegen den Staat.
Nemciiros sts ILkr. Is Duc <le l.suLuü. S. 302.