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Nachtr., 2 (1825)
Entstehung
Seite
119
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4. Uebersicht. — Egypten.

Man hat über die Bcwegungögründe, welche die Regierung bei1 dem Bestreben, Egypten zu erobern, gehabt hat, vielerlei Vermu«

' thungen aufgestellt. Wir glauben, daß es angemessen sei, über die«

^ sc» Gegenstand denjenigen zu hören, der den größten Antheil an

k der Unternehmung hatte. Hier ist einiges Nähere, was hierüber

! von ihm diktirt worden ist:

„ Die Unternehmung auf Egypten hatte drei verschiedene Zwecke:

I Erstens eine französische Kolonie, welche ohne Sklaven gedeihen undSt. Domingo samt allen Zuckerinseln ersetzen sollte, zu errichten.Zweitens unfern Manufakturen in Afrika, Arabien und Syrien einenAbsatzpunkt und unserm Handel alle Produkte dieser ausgedehntenH Landesstriche zu verschaffen. Drittens in Egypten einen Waffenplatzzu haben, um von da aus ein Heer von sechszigcausend Mann nachIndien zu führen, und die Marotten samt den unterdrückten Völ-kern dieses Ungeheuern Landes in Aufstand zu bringen. SechSzig! rausend Mann, zur einen Hälfte aus Europäern, zu der andern

aus Mannschaften des heißen Klima unter dem Acquator und denWendekreisen bestehend, würden, von zehntausend Pferden und fünf«zigtausend Kameelcn transportirt, mit Lebensmitteln auf fünfzig biösechszig Tage, Wasser für fünf bis sechs Tage, und einem Artillerie«

. Train von hundert und fünfzig Feldstücken mit doppeltem Appro-

. visionnement, in vier Monaten b!S nach Indien kommen. Der

^ -Occan ist kein Hinderniß mehr, seitdem cS Schiffe giebt und dieWüste kann kein Heer aufhalten, das Ueberfluß hat an Kameelen^ und Dromedaren.

! „Jedermann wird fühlen, wie unrichtig der Vergleich zwischen

I der Wüste und dem Lccan, zwischen Schiffen und Dromedaren ist,und der Unterschied zwischen diesen beiden Tcansportmirlcln fällt! wohl ganz zum Vortheil der F.otte aus. Der Meister der neuen

!; Schule hat das Kamee! gar poetisch das Schiff der Wüste genannt;

der Gedanke ist schön und sogar richtig. Darf man aber wohl an«nehmen, daß es möglich sei, eine Flotte von fünfzig tausend Ka«meelen zu haben und sie gleich einer Escadre manövriren zu lassen?

„Die zwei ersten Gegenstände (die Errichtung einer Kolonie amNil und die Erlangung eines Ubsatzpunktes für unsere Manufaktu-ren) waren erreicht und Trotz des Verlustes der Eseadre unrcr demAdmiral Brueys zu Alexandrien, Trotz der Ränke, die Klebern be«

. wogen, die Konvention von Elarich zu unterzeichnen, trotz der Lan«

^ düng von dreißig bis fünf und dreißig tausend Engländern unter

j den Befehlen von Abcreombrie zu Abukir und zu Gosscir, würde