Druckschrift 
Nachtr., 2 (1825)
Entstehung
Seite
118
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keine größere Verzögerung verursache, als sie sowohl bei der vorder Revolution statt gefundenen, als durch die letztere -Ordonnanzdes Königs cingcsührten Ordnung erlitten hat. Wenn die DiSkus-sionen zu diesem jetzt noch als hypothetisch betrachteten Resultateführen, so müssen in einem vorläufigen Berichte die Znkonvcnienzenaus einander gesetzt werden, welche sowohl aus dem ältern, als ausdem neuern Systeme für die französischen Fabriken, selbst für dieFabriken von Marseille und besonders für diejenige Stadt entsprin-gen, die gleichsam ausser Frankreich liegt und daher empfindlichenZwang bei Ihrem Handel nach dem Innern erduldet. Die Gefahrfür unsere Manufakturen im Allgemeinen ist völlig einleuchtend, dennsie liegt in der Unmöglichkeit, die Contrebande von fremden Maa-ren, weiche gleicher Gattung mit der unsrtgen sind, zu vermeiden.Ein wirklicher Stapelplatz wurde, als man das Recht hierzu einergroßen Menge französischer Hasen erlheilte, für eine Wohlthat an-gesehen. Marseille urcheilte anders; es verglich die Vorthcile sei-nes wirklichen Stapelplatzes mit den Vorcheilcn des Freihafens vonGenua und man muß jetzt bekennen, daß die bei dem letztem rin-geführtt Ordnung dem Handel viel günstiger ist. 2n dem Freiha-fen von Genua hatten die Kaufleute das Bcsugniß, nach Beliebenmit ihren Maaren zu schalten, wo hingegen in den wirklichen Sta-pelplätzen man keinen Ballen anrührcn durste, wenn nicht Douaniersdabei zugegen waren, die In den Freihafen von Genua gar nichtzu kommen wagten. In dem Stapelplatz! von Marseille halten sieimmer und überall etwas zu thun und zu hüten. Dort bewachtensie nicht einmal die äußern Thore, hier befaßten sic sich mit denMaaren, sie mochten liegen wo sie wollten. Der Unterschied istwesentlich und eS wird darauf ankommen, näher zu untersuchen, obrin Freihafen, wie er zu Genua bestand, der wohl alle Interessenbefriedigen mußte, dem Wunsche von Marseille entspräche. Mankönnte dergleichen Freihäfen zu Bayonne, zu Nantes, Bordeauxund Dünnkircken errichten."

Mehreres macht diese Note, bei dem Rückblick auf die Umstan-de, unter welchen sie diktirc wurde, merkwürdig. Außer den Kennt-nissen, welche sie voraussrtzt, muß wohl die bescheidne Sprache inBetracht kommen, worinnen sich Napoleon über die Regierung, derer nachsolgte, so wie über die von derselben getroffene Maßregelausdrückc, und endlich die Unpartheilichkeit, die er bei dem Ver-gleiche fordert, der zwischen dieser Maßregel und derjenigen, welcheer an deren Stelle in Vorschlag bringt, angestelit werden soll.