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Nachtr., 2 (1825)
Entstehung
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Bei allen diesen trocknen oder gar harten Formen, bei aller die«ser schreckenden Kälte konnte man dennoch, wenn man nur sonst denMuth dazu hatte, ihm, ohne etwas besorgen zu dürfen, die Wahr«heic sagen. Der General Rapp erzählt hiervon mehrere Beispiele.Das folgende ist noch nicht bekannt und beweist selbst, daß Napo-leon für gute Lehren nicht unempfänglich war. Als Fouche ganzallein für sich Frieden machen wollte, schickte er zu diesem Zweckedie Herren Ouvrard und Hennecar nach London. Man zeigte Bo-naparte die ganze Jntrigue an und es gingen eine Menge vonBriefen über diesen Gegenstand bei ihm ein *). Seine Meinungging dahin, daß der Herr von T-... der Haupturheber sei, es abersehr schwierig werden möchte, die Beweise hierüber zu erlangen.Er ließ alle Schriften zu diesem Behufe sammlen und beauftragteein Mitglied des Staatsraths, die Sache näher zu erörtern und ihmdann Bericht darüber zu erstatten. Die Untersuchung war höchstdelikat; cs schien gewagt, unparcheiisch und gerecht bei der Sachezu bleiben. Der Unwille des Herrn von Fouchs war keine gleich-gültige Sache. Herr D..-. untersuchte die Sache seinem Grund-sätze gemäß, die Wahrheit sorgsam zu erforschen und unverholenauszusprechen sobald es die Pflicht forderte, mit der größten Ge-wissenhaftigkeit. Napoleon sah dabei nur immer den Herrn vonT., der Berichterstatter aber Herrn Touchs. Erstercr beging denFehler, dem zweiten seine Gedanken mitzukhcilen, die leicht aufdessen Meinung einwirken konnten, Härle nicht seine längst gewohnteRechtlichkeit und Geistesstärke ihn gegen alle Verführung geschützt.Er beendigt seine Arbeit und Napoleon bestimmt einen Tag, an

dem er seinen Bericht verlesen soll. Herr D-erscheint zu der

angesctztcn Skuvde und findet eine Commisston des Staalsraths,die den Vortrag mit anhören soll. Schon bei dem Lesen der erstenSeiten merkt Napoleon, daß von dem Herrn von T. gar nichtFrage seyn wird und giebt seine Verwunderung darüber zu erken-nen. Der Berichterstatter bittet, er möge ihn sortsahren lassen.Napoleon geht, die Hände auf den Rücken, auf und ab und alser nun, wie der Bericht bis zur Mitte verlesen ist, sich überzeugt,daß der, welchen er in Verdacht hat, weder genannt noch sonst be-zeichnet werden wird, so geht er zu Herrn D— hin, nimmt denHeft, woraus der Staatsrath vorliest, mit Heftigkeit weg, spricht:es ist guc und setzt dann sein Promeniren fort. Herr D....sieht ihn voll Verwunderung an, steht aus, naht sich Napoleon,

») Bei Gelegenheit dieser Jntrlgue verlor Fouchö das Polizei-Ministe-rium und wurde nach Rom geschickt.