oie diejenige Thästgkrit sich «»eignen konnte, die hierzu durchausnolhweiidig war.
Durch diese Verwandlung entfernte er aber allerdings viele Men«schen von sich und machte sich Feinde, die seinen Strahlenkranz zuverdunkeln trachteten. Was konnte er jedoch von dieser Seite er«warten, da diejenigen, die er zu seiner nächsten Umgebung wählte,die er für seine Freunde hielt, eine gleiche Sprache führten? —
2n der That verschlimmerte der größere Theil der Mitgliederdes Staatsraths, wie das Tagebuch unS sagt, seinen Ruf; fast allediejenigen, die sich um seine Person befanden, verbreiteten Dingevon ihm, die höchst ungünstig waren, und die Bewunderung der klei«neu Anzahl seiner Verehrer galr nur für Schmeichelei oder Spott. ^Der Ausdruck derselben war zudem oft von der Art, die viel zudenken übrig ließ, wodurch dann, hätte man auch den Lobrednerfür aufrichtig gehalten, die Wirkung des Lobes vernichtet wurde.
Alle schienen aber darinnen mit einander übereinzukommen, daß erjedermann eine Art von Furcht cinstößte, die erniedrigend war oderdoch eine üble Empfindung verursachte; die Mehresten zitterten vorihm. Es lassen sich mancherlei Ursachen hiervon angcden. Dieerste lag in seiner Persönlichkeit, worunter man zugleich alles ver«stehen muß, was sich von seiner Person nicht trennen ließ — sein ,inilitairischcr Ruhm, seine Macht, sem Genie. Die zweite findetsich in seiner Art zu arbeiten. Welche Materie man auch studirthaben mochte und eigentlich wohl besser wissen mußte — er kanntesie noch genauer, betrachtete sie aus einem Gesichtspunkte, aus demman sie vorher nie angesehen hatte, wendete sie dann auf seine,dem andern unbekannten Pläne an und sprach darüber mit ganz ^unerwarteten Beziehungen — alles Dinge, die ihm ein wesentliches -
Uebergewickt gaben, das durch die Illusion noch verstärkt wurde. z
Sein unläugbarer Fehler bestand aber darinnen, daß er nicht >
das Talent besaß, Vertrauen zu erwecken, den rechte» Ton zu fin«den um sich jemand näher zu bringen, ihn zu seiner Sphäre zuerheben oder sich zu ihm herabzulassen, da er doch sicher scyn konn-te , daß ihn niemand beim Worte halren würde. Aber bei den iwctcaussehenden, Ungeheuern Plänen, womit er umging, konnte ersich mit solchen Klcinigkciicn nicht abgeben. Man will behaupten, >
er habe die Menschen verachtet. Die Gefährten seines Exils haben k
ihn nun wohl dahin gebracht, eine bessere Meinung von ihnen zu k
fassen — von der andern Seite muß man aber auch gestehen, daß "
er wohl befugt gewesen wäre, die frühere für richtig zu halten, >
wenn er erfuhr, baß mehrere von denen, die er mit Wohllhalen '
überschüttet hat, sein Andenken beschimpften. ;