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tt empfand, wenn er eln Dekret aus der Hauptstadt eines »ober«ten Landes daktren konnte ').
Jetzt wollen wir weiter sehen, was Friedrich während der zehenJahre that, die der Unterzeichnung deö Dresdner Friedens folgten.
In diesem glücklichen Zwischenräume arbeitete Friedrich mit demgrößten Eifer an dem Wohlr seiner Staaten. Cs entstanden Ma-nufakturen und der Fürst suchte ihnen durch Ermunterungen allerArt aufzuhelfen. Er ließ in Berlin mehrere öffentliche Gebäudeerrichten und machte diese Hauptstadt zu einer der schönsten Städtein Europa. Er führte im Einverständnisse mit seinem KanzlerCocceji *) **) die Idee eines gleichförmigen Gesetzbuchs für alle Landeseiner Herrschaft aus, eine Unternehmung, die, als die erste dieserArt, In dem neuern Europa mit allgemeinem Beifall ausgenommenwurde. Friedrich hatte seinen Plan in einer Abhandlung über dieUrsachen der Wiederherstellung oder Abschaffung der ältcrn Gesetze,weitläuftig auseinander gesetzt. Er war jedoch mit diesem Versuchenicht zufrieden und beauftragte gegen das Ende seiner Regierungden Kanzler Kramer, ihm einen andern vorzulegen. Me Rechts«gelehrte und Philosophen wurden aufgrforderc, ihm ihre Ideen überdie Gesetzgebung miczutheilen. Dieses neue Gesetzbuch, womit jetztder preußische Staat regirt wird, wurde erst nach Friedrichs Todepublicirt. Abriel, der damalige französische Justizminister, ließ eSin das Französische übertragen. Der König von Preußen war mitdieser Arbeit so wenig als mit der erstem zufrieden gewesen. Dieübertriebenen Reformen, die er im Jahre 1781 vornahm, erregteneine Menge von Ansprüchen.
*) So war da- Dekret über die Organisation der Theater, welche» diedarauf folgenden Unglückssälle so bemerkenSwcrth gemacht haben,durch ein unglückliches OlmgefLhr, wodurch der diesfallstge, vo»dem Minister des Innern an ihn eingesandte und völlig auSgear-beitetc Entwurf in dieser Hauptstadt ihn erreichte, von Moskaubatikt. Er hatte nichts weiter dabei zu thun, als zu unterzeich-nen, waS denn auch geschah. Der Vergleich zwischen dem Gegen-stände dieses Dekrets und der dann eintretcndcn Katastrophe istmehr sonderbar als richtig, weil Napoleon nicht vorauSschcn konn-te, waS vorfallen würde- Aber so pflegt man nun einmal zu ur-thcilen.
Samuel Cocceji, Großkanzler deS preußischen Staats, leitete Friedrichbet dem Plane, die Iustizpflege in Preußen zu rcsormiren. SeinGesetzbuch wurde vom Herrn vo» Campagne im Jahre 1751 unterdem Titel: 6ocis krvclsric, ins Französisch« übersetzt.