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einen ausgezeichneten Sieg. Er bewies in diesem Gefechte eineKaltblütigkeit, eine Geschicklichkeit und überhaupt Talente, die ihnzu dem ersten Feldheerv seiner Zeit machten.
Kaum ist er nach Berlin heimgekehrt, so erfährt er mitten un-ter seinen Festen, daß der Prinz von Lothringen ihn mit einer neuenArmee in seiner Hauptstadt überfallen will. Seine Truppen zusam-men ziehen« «In CorpS Sachsen aufhcben, sich bet feindlichen Ma-gazine bemächtigen, in Dresden einrücken und dort Gesetze diktiren,das ist der Weg, den Friedrich einscklägt. Das über so große Er-folge erstaunte Europa bittet ihn jetzt um Frieden: er nennt dieBedingungen, unter welchen er ihn annehmcn will und erklärt zugleicher Zeit, daß er eher mit seiner ganzen Armee umkommen, ai«das Mindeste davon Nachlasse» — und wenn Marie Thereste sienicht eingehe, seine Forderungen noch steigern werde. Am 25. De-zember 1745 wurde der Friede zu Dresden unterzeichnet und dau-erte zehen Jahre.
Es ist nickt schwer, in der Laufbahn Napoleons ähnliche Si-tuationen zu finden, noch zahlreichere Feinde, die eben so schnellals die Feinde Friedrichs besiegt wurden, eben so ruhmvolle Schlack-ten u. s. w. Es wäre unnütz sie zu nennen, die Wahl würde nurschwer fallen und ihr Andenken ist ja noch nicht erloschen. Uekri-gcnS werden seine militairischen Talente am wenigstens bestritten.Wir wollen daher lieber von andern Dingen sprechen.
„Mitten unter Schlachten — sagt einer der Biographen deSKönigs von Preußen — hörte Friedrich nicht aus, sein Land zuregieren. Er kommandirte zu gleicher Zeit seine Truppen undnahm seine Maßregeln in politischer Rücksicht- An dem nämlichenTage, an welchem er seinen Generalen die wichtigsten Instruktionenund Befehle ertheilte, ließ er die Minister und die Gesandten vorsich kommen, verfaßte seine Verordnungen und eppedirte seine De-peschen mit einer Klarheit, einer gedrängten Kürze und einer Kraft,die in der neuern Diplomatik ganz unbekannt war."
Hierbei Ist nun die Achnlichkeit so vollkommen, daß wenn manfür Friedrich Napoleon setzt, kein Wort geändert zu werden braucht.Mochte vielleicht der Letztere hierbei dem Erster» nachahmen wollen,darauf kommt wenig an, auf jedem Fall wollte er sein Reick selbstvon dem Schlachtselde aus beherrschen, auf dem er eben stand.Vielleicht trieb er es damit bisweilen bis zur Affekcation, vielleichtgab er dann und wann dem unschuldigen Vergnügen Raum, das