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Wenn man aber auch aiinehmeii wollte, daß der Verein jenerbeiden Machtvollkommenheiten eine ganz unbeschränkte Gewalt er-zeugen würde, was jedoch in einer Zeit, da der Einfluß der Reli-gionen sich zu mindern scheint, noch bezweifelt werden muß, so be-dingt das Verlangen nach einer solchen Verbindung noch nicht dieAbsicht, dieselbe zu bewerkstelligen. Napoleon fürchtete sehr, sichlächerlich zu machen und wagte nicht der öffentlichen Meinung zutrotzen. Man findet in dem Tagebuchs mehr als einen Beweis
hiervon. Als er Talma gern das Kreuz der Ehrenlegion gebenwollte, machte er einen Versuch mit Cresccntini und gab ihm dieDekoration der eisernen Krone oder der Rcunion. Aber das Schreienund die Witzeleien, die dieser Versuch veranlaßte, zwangen ihn, aufsein Vorhaben zu verzichten und Talma mußte sich mit seinemschönen Talente und dem Beifalle dcö Publikums begnügen, womiter sich wohl auch zum Theil trösten mochte. Wenn Napoleon sichdurch das Geschrei behindert sah, daS man wegen des italienischenKünstlers erhob, wie möchte man wohl voraussctzen, daß er die ent-schliche Frechheit gehabt haben könnte, die Tiare mit der Krone zuvereinigen. Der Papst Napoleon! hätte er es wohl verwehrenkönnen, ihn so zu nennen?
Wir haben bereits (H. 114.) gesagt, daß Napoleon, wie cSscheine, sich Friedrich den Große» zum Vorbild gewählt habe undes gründet sich unsre Meinung erstens auf die Slehnlichkeic zwischenbeiden, zweitens auf die Achtung, die der erste« für den zweitenhegte, das Studium, das er ihm widmete und die unzweideutigenZeugnisse seiner Verehrung Friedrichs.
Es ist nicht unsre Absicht, diese beiden Krieger mit einander zuvergleichen. Parallelen dieser Art bleiben immer mangelhaft; eSfehlt ihnen an Richtigkeit und sie erscheinen dann alS bloße Be-hauptungen, weil man die Fehler derselben nur auf Kosten derWahrheit, die man der Eigenliebe opfert, verbergen kann.
BloS auf die Vergleichung der Grundsätze, des Geschmacks undeinzelner Thatsachen aus Friedrichs Leben, mir den Grundsätzen,dem Geschmack und den Handlungen Napoleons wollen wir unsreMeinung zu gründen suchen.
Friedrich schrieb, ehe er den Thron bestieg, zu der Zeit, da ersich mit dem Studium der schönen Wissenschaften und besondersmir der französischen Literatur beschäftigte, eine Widerlegung desFürste» von Machiavel. „Es war doch gewiß, sagt einer der Bio-graphen des Königs von Preußen bei dieser Gelegenheit, ein schö-nes Schauspiel, daß der Erbe eines Throns die Sache der Völker