über diese Umwälzung gefunden haben. UebrigenS wären die Kar«dinäle samt ihrem -Oberhaupte mit Ehre, Rcichthum und Glanzüberhäuft worden. Nie würde es schönere vergoldete Ketten gege« ^ben haben, nie würde eine Knechtschaft milder, nie der Freiheit,was sag ich, nie der Macht und der Herrschaft ähnlicher gewesenseyn.
Die Nützlichkeit dieses Entwurfs war, insoweit es überhauptnützlich seyn mag, den Glanz und die Größe einer Hauptstadt zuerhöhen, wesentlich. Sie war nicht zu bezweifeln in Hinficht aufLupus, Consumtion, Zufluß von Mitteln, Lebendigkeit, Vervielfälti-gung der Verhältnisse und alles dasjenige, was den Abstand derersten Stadt der Welt vor allen andern Hauptstädten vergrößernkonnte.
Es ist möglich, selbst wahrscheinlich, daß die andern Fürsten so ,
gutmüthig gewesen wären, ohne Neid einer solchen Pracht zuzu- !
sehen. Sie hätten darinnen mehr das Vorspiel des baldigen Ver-falls, als einer festen Kraft, einer dauernden Existenz erkannt undkein Verlangen nach einem gleichen Zustande empfunden.
Diese Betrachtungen lassen sich zugleich auf die Vereinigungvon Paris und Versailles anwenden. Es gab eine Zeit, wo mannicht ahnete, daß einst der Louvre, die Termsäulen, die StraßeMeuffecard und der Montmartre von einer und derselben Ringmauerumschlossen seyn würden. Lange noch wird man die Grenzen wei-ter hinaus bringen können; aber möchte es auch vortheilhaft seyn? i
Das ist eine Frage der politischen -Oekonomie, worüber die Gelehr- !ten uneinig sind. Diejenigen, welche große weitläustige Hauptstädtefür Abgründe ansehen, welche die Wohlfahrt der Provinzen ver-schlingen, welche glauben, daß es gefährlich sei, von einer einzigenStad.' das Wohl des Reichs abhängig zu machen , so daß wennman Herr des einen werden will, nur der andern sich zu bemäch-tigen braucht, diese, sagen wir, werden Napoleons Plane gewiß kei-nen Beifall schenken.
Alle diese Ungeheuern Entwürfe waren ausführbar; wir wollenannehmen, daß sie auch nützlich gewesen wären und sehen, washieraus folgt. Bestand das Resultat in dem Ncgimente der Gesetze j
und derjenigen durch sie gemäßigten Freiheit, wie sie die menschliche I
Gesellschaft und die Individuen, aus welchen dieselbe besteht, wün-schen müssen, dann verdiente sie den allgemeinen Beifall. Ver- -schafften sie hingegen ihrem Urheber eine noch unbeschränktere, un-bedingtere Gewalt, dann müßte man vor allem andern wissen, wel- !chen Gebrauch er davon gemacht haben würde. Aber selbst in dem