den Seiten Erbitterung vorgewalcel haben; worinnen bestand aberdas gegenseitige Unrecht. So viel ist wohl gewiß, daß derjenige,welcher gegen den andern wahre Verbindlichkeiten hacke und ihm Ehren-stellen, Belohnungen, am Ende gar eine Krone verdankte — nichtNapoleon war.
Hier ist eine Note, welche der letztere in Beziehung auf dieMemoiren diktirte, die wir oben erwähnten, worinnen ausdrücklichgesagt ist, daß ihm die Wahl des Prinzen von Ponce-Corvo nichtangenehm gewesen sei.
„Wäre diese Wahl dem Kaiser nicht angenehm gewesen, sowürde sie nicht erfolgt seyn. Sie geschah blos um deswillen, weildie Schweden seine Protektion erlangen und sich Frankreich beliebtmachen wollten. Napoleon ließ sich durch die Ehre verleiten, daßein Marschall von Frankreich König — ein Weib, für welches ersich interessirce, Königin, und sein Pathe (der Prinz Oscar) Kron-prinz werden sollte. Er lieh sogar an Bernadette bei dessen Ab-reise von Paris mehrere Millionen aus seiner eignen Kasse, damiter in Schweden mit der angemessenen Pracht austrecen könne.Bernadette ist in der römisch-katholischen Religion geboren und hacsolche gegen die resormirce vertauscht. Viele Menschen würden esgewiß eben so gemacht haben, aber dies war der Umstand, warumPrinz Eugen nicht Regent von Schweden werden konnte. SeineGemahlin, eine baiersche Prinzessin, hätte sich hierüber nie zufriedengegeben. Die jetzige Königin von Schweden hak nie darein gewil-ligt, die Religion zu verändern und bekennt sich noch immer zu derrömisch-katholischen, io welcher sie geboren ist."
§. 81.
17. August 1816.
Ueber ten Papst PiuS den Eietentcn. Bd. 7. S. n —17.
Zu diesen interessanten Nachrichten gehören nun noch jene, welcheman in Montholons Memoiren von Napoleon (Th. 1. S. 118—163 über den nämlichen Gegenstand, die Streitigkeiten mit dem-Vbcrhaupte der Kirche,) sinder- Man sieht daraus, daß NapoleonsPlan, ohne die Ereignisse in Rußland im 2ahre 1813 zu Standegekommen seyn würde. Dieser Plan bestand darinnen, das kirch-liche Rom nach der alrcn Lutetia zu verpflanzen. Der Papst sollteBischof von Rom und Paris seyn und in dem erzbischöflichen Pa-laste wohnen. DaS heilige Collegium, die päpstliche Canzlei, dasDispensalionsgericht, die Missionen, die Archive, sollten in derNähe von Notre Dame aus der 2nscl des heiligen Ludwig u. s. w.