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Nachtr., 2 (1825)
Entstehung
Seite
11
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heben; man hält« dann bloS h'erauf geachtet und das Neue bei derSache dazu benutzt, daran zu erinnern, daß man unter seinen Ah-nen einen Marschall von Frankreich, einen Staatsrath u. s. w. ge-habt habe.

Die Parallele zwischen diesem neuen Adel und den angeführtenFamilien, (Noailles, Colbert, Louvois) mit welchen die ältern sichzu verbinden trachteten, sobald sie bekannt wurden, ist nichr ganz ge-nau. Erstens erscheinen sie nicht zu einer Zeit und nicht auf ein-mal, zweitens war es nicht eine ganze Klasse, welcher der Fürst denAdel ettheilte, sondern anfangs nur ein einzelnes Zndividuüm, dasin einem hohen Amte, dabei aber in besonderer Gunst stand undsolches dazu benutzte, um seinen Verwandten bedeutende Anstellun-gen zu verschaffen, hiernächst aber auch bald Verbindungen, dasheißt Leute fand, welche in jene Acmter einrücken wollten. ES er-gab sich bei diesen Berechnungen ein offenbarer Vortheil. Drittensanstatt jene Familien zu nennen, hätte man lieber Beispiele unterden Günstlingen, hätte Nogaret, Albert citiren sollen, die selbstauffallende Ausnahmen waren, da sic ohne Grund und ohne Zwi-schenstufe von einem Extreme zum andern gelangten.

UebrigenS darf man auch nicht vergessen, daß dies eine Mei-riungösache ist, oder, wenn man will, Sache des bloßen Vorurcheils. DerErhebung dieser Günstlinge, ihres Kredits, ihrer Macht, ibrer eig-nen und der Reichthümer ihrer Nachkommen ungeachtet, hat dochdie Meinung stets ihnen ihr Recht wiederfahren lassen. Sie hatstets Colbert geehrt, welcher die Wahl seines Fürsten rechtfertigteund den man nicht hatte anführen sollen; und von der andernSeite wird sie es nie vergessen, daß man einst den Degen des Con-necable in einem Elsterneste fand. Es würde ungeschickt klingen,daß ein Moncmorency Herzog sei, nicht weil er ein Montmorencysei, sondern weil einer seiner Ahnherren Connetablr gewesen wäreund Dienste geleistet hätte. Der glorreichste Name in der ganzenfranzösischen Monarchie, der selbst unter dem alten Adel eine Aus-nahme machte, dürfte hier nicht einmal genannt werden. Er ist verherr-licht genug, um alle diejenigen zu ehren, welche ihn führen, selbstdann, wenn sie für ihre Person müssig blieben. Alles was zu derEinbildungskraft spricht, was an ruhmvolle Thaten erinnert, wirdvon der öffentlichen Meinung in Schutz genommen und gegen alleAnfechtung, gegen alle Satzungen gesichert.

Diese Bemerkungen zeigen, wie zart der Gegenstand war, wel-cher Napoleon beschäftigte. Bei der Mcinungsmacerie, wenn mansich anders so auSdrücken darf, giebk eS keine andere Alternative