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dinal, einen Großbeamten der Krone, einen Marschall Frankreichs,einen Minister u. s. w. hatte, sollte hierdurch geeignet seyn, beidem Conseil du Sceau den Hcrzogstitel nachzusuchen. Jede Fa-milie, aus welcher früher ein Erzbischofs, ein Gesandter, ein Ober-präsident, ein Generalliemenanc oder Viceadmiral hervorgegangenist, sollte den Grafentitel, so wie, wenn ei» Bischof, ein Feidmar«schall, ein Contreadmiral, ein Staatsrath oder Parlemcntspräsidrntdarinnen vorkam, den Baronskitel erlangen können. Es durftenjedoch diese Titel nur dann bewilligt werden, wenn der Suchendeein Majorat, als Herzog von hunderttausend, als Graf von dreisig«tausend und als Baron von zehntausend Franken Einkünften Nach-weisen konnte. Diese Regel, welche sich auf Vergangenheit undGegenwart bezog, sollte auch auf die Zukunft einwirken. Daraus sollteein historischer Adel entstehen, welcher Vorzeit, Gegenwart und Zu-kunft vereinte, der sich nicht auf eine Auszeichnung des Geblütes,den blos eingebildeten Adel, weil es nur ein einziges Menschen-geschlecht gicbt, sondern aus dem Staate geleistete Dienste gründete.Sollte auch der Sohn eines Landmanns sich eben so gut sagen kön-nen, ich werde einst Kardinal, Marschall von Frankreich und Ministerwerden, als wie. Ick werde einst Herzog, Graf oder Baron seynund eben so, ich werde Handel treiben und vielleicht mehrere Mil-lionen dabei gewinnen, die ich dann meinen Kindern hinterlassc.Ein Montmorency wäre Herzog gewesen, nicht weil er Moncmoremyhieß, sondern weil einer seiner Ahnherren Connecable war und demStaate große Dienste geleistet hatte. Diese vielumfassende Ideeänderte den Begriff des AdclS, der vorher ganz feudal war undschuf auf dessen Trümmern einen geschichtlichen Adel, welcher sichauf das Interesse des Vaterlandes und dem Volke wie dem Staats-odcrhaupte geleistete Dienste gründere. Diese Idee war wie die derEhrenlegion und die der Universität ganz besonders liberal und völ-lig geeignet, zu gleicher Zeit die gesellschaftliche Ordnung zu be-festigen und den eitlen Stolz des Adels auSzurotten. Sie ver-nichtete die Ansprüche der Oligarchie und hielt die Würde undGleichheit des Menschen in unverletztem Zustande. Es war einemüiterlicke, schaffende, freisinnige Idee, welche das neue Jahrhun-dert ausgezeichnet haben würde. Napoleon beeilte die Ausführungdes Projektes nicht, weil er Zeit dazu zu haben glaubte. Er sagteoft in seinem StaatSrathe: „ Ich bedarf zwanzig Jahre, um meinePläne ins Werk zu setzen." Fünf haben ihm daran gefehlt."
Uns scheint es, als ob in diesem Projekt manches mehr sonder-bar als wahr sei. Den Fcudaladel zu zwingen, sich nach einemneuen Titel zu reconstituircn, hieß das Alte nur noch mehr heraus-