Druckschrift 
12 (1824)
Entstehung
Seite
66
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ganz unmöglich, lange Zeit in diesem Amte zu bleiben, ohne dieAchtung vor sich selbst zu verlieren. Vielleicht war auch Sir Hud-son Lowe nicht sehr zufrieden mit den bekannten Gesinnungen die-ses CapitainS. Dem mag nun seyn, wie ihm wolle. Am -«stcndieses Monats kam ein nach der Insel als Commandeur der Mi-lizen abgeschickter Offizier, dessen altere Verbindungen mit SirHudson Lowe Sie bereits kennen, der "einzige von dem Stabe desGouverneurs, den der Kaiser nie hat sehen wollen, und über-nahm die Stelle des Ordonanz-Offiziers und mit ihm, untermancherlei Vorwände, noch ein anderer Offizier, so daß nun stattdes sonstigen einen, nunmehr zweie da waren. Es scheint alshätten einige Stuben und Effecten des Gouvernements, die mandem Ordonanz-Offizier und dem Doctor O'Mcara zu gemein-schaftlichen Gebrauche überlassen hatte, Gelegenheit zu sehr lebhaf-ten Wortwechseln zwischen ihnen gegeben.

Am 22sten schickte ich die mit aL bezcichnete Protestatio» anden Gouverneur und dieser mir dagegen einen Fehdebrief durchdiesen Offizier. Es war unter meinem Character und meinenVerhältnissen Sir Hudson Lowe herauszufodern; aber bei denvorwaltenden Umständen fühlte ich mich gedrungen, ihm den Briefunter L zuschrciben.

Am -bsten ließ er den Doctor O'Meara, wie er sagte, aufvon Lord Bathurst hierzu erhaltenen Befehl, von Longwood ab-rciscn, wie Sie das aus dem Briefe des Gouverneurs, unter L,an den Grafen Montholon ersehen werden, der dann durch denBrief, unter I>, ihm antwortete.

Der Doctor O'Mcara wurde, wie Sie wissen, dem Kaiser,durch einen Beschluß des Staatsraths, an die Stelle seines eig-nen Arztes und auf die besondere, von mir an den Admiral Kcithgerichtete Bitte, zugegeben. Er konnte daher dem Kaiser auchnur durch einen Befehl des Staatsräths genommen werden. Istein solcher Befehl vorhanden, warum theilt man uns denselbennicht mit? Gewiß wird weder der Sraatsrath, noch Lord Bathurstdem Kaiser einen Arzt seiner eignen Wahl nehmen, ohne ihnzuvor durch einen andern, der sein Vertrauen hat, zu ersetzen;Sie fühlen, welche Folgen dieß haben konnte-

Aber wenn auch der Gouverneur den Befehl hierzu vomStaatsrathe erhalten hätte, so könnte ihn das dennoch nicht recht-fertigen ; denn eine solche unter den gewöhnlichen Verhältnissencrthcilte Vorschrift, durfte, so lange der Kaiser gefährlich krankist. nicht in Vollziehung gesetzt werden. Man konnte nie wollen,daß man ihm seinen Arzt zu einer Zeit nähme, dg dieser in der