ser nimmt keinen andern nnd wenn der Prinz-Regent oder Lord ^Liverpool hiervon nicht Kenntnis; erlangen, so wird er hier anseiner Krankheit sterben und dabei sogar des ärztlichen Beistandes iberaubt se»n- Der Kaiser ist übrigens sehr krank; seit zwei Mo- lnaten steht er um n Uhr Morgens auf und legt sich um 2 Uhr j
wieder nieder. Er hatte vor wenigen Lagen eine sehr hitzige Cri- 0
sis, als eine Folge des Mercnrius, den ihn der Doctor O'Meara ^
nehmen laßt. Ntan hatte ihm gesagt, daß es gegen das Leber- !
Uibel sei. Der Doctor O'Mear«, der in Hinsicht seiner Vcrant- >Wörtlichkeit in großer Unrnhe war, schlng mir vor, Herrn Bartcr iund den Chirurgus des Conguerant herbei rufen zu lassen, s
Es sind dies die beiden ersten Aerzte des Landes. Sie wissen wie !
sehr Herr Bartcr dem Kaiser, als ein alter Ober-Chirurgus des litalienischen Bataillons, welches Sir Hudson Lowe commaudirte, >zuwider war. Diese Abneigung ist noch dadurch gestiegen, daß !
er sich vom Monate October >817 bis zum Monate Marz iäi8 da- !
zu hergcgcbcn hat, mit fälschlichen Angaben erfüllte Bulletins ab- !znfassen, wodurch seine Regierung und Europa getäuscht worden ^
sind. Aber er hatte nichts dagegen, obschon er sich auch nichts dar- j
aus machte, daß Herr Stockoe herbeigerufcn wurde. Punkt dreiUhr Nachmittags kam selbiger auch wirklich nach Longwood, wollteaber schlechterdings nicht zu dem Kaiser hineingehcn, weil er da-durch sich sehr verantwortlich gemacht und in Gefahr gebrachthätte, seine ihm wegen vierzigjähriger Dienstleistung ertheilteStelle einzudüßen. Es kam mir das so sonderbar vor, daß ich csgar nicht glauben wollte. Ich sprach mit ihm; er bezeigte mirsein Bedauern, denn der Mann ist wirklich recht ehreuwerth;allein die Sache war leicht begreiflich. Es war in Folge einer In-sinuation, wie sie auch Herr Colc, der Ihnen bekannte Vanquier,erhalten hatte, als ich mit ihm einige Rechnungs-Angelegenhei-ten ordnen wollte und ihn deshalb zu mir rufen ließ. Auch diesererklärte gleich bei seinem Erscheinen, daß er mich nur in Gegen-wart des Ordonanz-Offiziers sprechen köunc, weil er sonst ver-loren seyn würde- Natürlicherweise verweigerte ich das. AasNämliche geschah ferner vor einigen Tagen mit Herrn Fowler, dervon England kam, und mit welchem ich eine Rechnung über ei-nige hundert Pfund Sterling, wegen Kleidungsstücken, die inEngland gemacht worden waren, berichtigen wollte. Sie kennenfreilich unsre gegenwärtige Lage nicht; sic läßt sich gar nicht mitderjenigen vergleichen, in welcher wir uns zu der Aeit befanden,wie Sic noch bei uns waren. Es gab aber auch schon damals Be-unruhigungen genug und sie kennen den Kaiser ja hinreichend, umnicht zu wisse», daß Sie es durchaus hindern mußten, daß ja nie-