Druckschrift 
5 (1844)
Entstehung
Seite
368
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Und ein Seufzer, mit vollem verlangen, mir voller Ent-zückung,

Ansgedrückt auf einen zitternden blühenden Mund,

Ein beseelender Kusi, ist mebr, als hundert Gesänge,

Mit ibrer ganzen langen Unsterblichkeit, werth!

Wer sein Leben dnrchliebt, nicht der, der in braucllbarern

Stunde»,

Was er sich selber entzieht, Enkeln genießbarer maebt,

Ist ein glücklicher Mann. Se» du eS, und liebe, bis einst dichEin nngefürchteter Tod sanften Umarmungen raubt.Segne den Stunden itzt nach; (die Stunden sind schon cnr-

floben;

Merk' eS und lerne die Flucht unsrer hincilcndcn Zeit!)Segne den Stunden itzt nack, da du sie zum erstenmal fallest,Da sie, sanft errvthend, sich und ihr Leben dir gab.Segne den Stunden itzt zu, (die Stunden werden auch fliehen;

Nimm sie, und lerne die Flucht unsrer hineilendcn Acit!)Segne den Stunden itzt zu, die dich noch glücklicher machen,Jetzo, da sie ganz sich deiner Umarmung vertraut,

Da sie mit nicht mehr bebendem Blick dich zärtlicher ansiebt.Wieder dich ansieht, und frei, und viel gelehriger küßt.O wie glücklich se»d ihr! Mich deucht, als sah' ich euch kommen,Wie ihr im freudigen Tanz vor der Versammlung erscheintSie flieht jugendlich leicht, mit schlüpfendem Kusse vorüber,Und siebt, glücklicher Freund, in'der Versammlung nur dich.Dir nur sagt sie etwas, wenn sie bald lächelnd sich umkebrt,Bald mir offenem Arm deiner Umarmung znfliebt;

Jetzo leicht dir entfliellt; itzt mit jungfräulichem Stolze,