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5 (1844)
Entstehung
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Die die Seele des Jünglings mit machtigern Freuden erfüllen,Als er in den Armen seiner Gespielen genoß;

Die das Herz des Mädchens mit süßrcr Wollust durchwallen.Als sie in dem Umgang ihrer Gespielinnen fand.

Töne, mein Lied, wie Liebende, sanft, mit gelinderer Stimme;

Sei) der blühenden Braut jungen Entzückungen gleich;Se» wie der Thau des erwachenden Tags, der oom Rosen-

gebüschc

In das lockichte Haar einer Verliebten zerfließt,

Wenn sie schon wach, und freudig, und wild, die schönste

der Rosen,

Ihren noch schlummernden Freund zärtlich zu wecken, stcb

sucht.

Oder wie Bpblis sanfttönender Quell, der nun nicht mehr

weinte,

Und, durchleuchtig und hell, Ufer voll Myrthen durchfloß;Denn dich Hort mein Schmidt, und horcht von der Höhe

der Ode

Lächelnd in Tibullens blumichte Thäler hinab.

Auch die hört dich vielleicht, die mehr als scherzende Lieber,Die im prophetischen Klang tonende Lieder empfind't.Aber du, glücklicher Freund, mit deiner jungen Geliebten,Hörest mich an diesem festlichen Abend nur nicht!

Ihr fühlt mehr, als Lieder euch lehren, und laßt es dem

Dichter,

Daß er von Küssen entfernt, Anderer Küste besingt.Freund, ein einziger Blick, von einer Seele begeistert,

Die von der süßen Gewalt ihrer Empfindungen bebt;