Druckschrift 
5 (1844)
Entstehung
Seite
366
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Tugend gab er nicht Menschen, die gab er Engeln. Ibr

Bildnisi

Ließ er den Sterblichen nur.

Mir gab er die singende Leycr, und redliche Freunde.

Wollt ich, was größer noch ist,

Wollt' ich der Himmlischen Glück, die selige Liebe, noch bitten,O so bat' ich zu viel!

O so bat' ich auch Tugend! Die gab er Engeln! Ihr BildnisiLieß er den Sterblichen nur!

Ist die Leyer der Weisheit nicht heilig, und singet sie jemalsWas Geringrcs, als sie:

Lieb' ich die Freunde nicht treu, die so voll Freundschaft micb

lieben;

O so sind mir von ihm,

Alles, was er mir gab, auch die unvergeltbarste» Gaben,Auch im Zorne verlieh».

Elegie.

Der du zum Tiefsinn und Ernst erhabner Gesänge gewöhnt

bist,

Und die einsame Bahn alter Unsterblichen gehst,

Sing' itzt, mein Geist, ein tibullischcs Lied; dich ladet die

Liebe

Deines Freundes zum Scherz und zu Empfindungen ein,