Menge von Häusern, die blos von Hol» erbaut waren, enthieltengroße Magazine von Branntwein, >Oel und andern brennbaren Din-gen. Alle Feuerspritzen waren fortgeschafft. Die Armee suchtevergebens das Feuer zu bekämpfen. Alles wurde ein Raub derFlammen. Die in der Stadt zurückgebliebenen Einwohner rettetensich; nur der allcrniedrigste Pöbel blieb zurück, um zu plündern.Diese große herrliche Stadt wurde ein wahres Kloak, ein Aufent-halt der Verzweiflung und der Schandthaten. Man konnte jetztdie Parthte ergreifen nach Petersburg zu gehen; der Hof fürchtetedas. Er hatte seine Archive und seine kostbarsten Schätze nachLondon sortschaffcn lassen. 2n Erwägung aber, daß es eben so weitvon Moskau nach Sankt Petersburg, als nach Smolensk sei, zogNapoleon vor, den Winter an dem letzten, an der Grenze vonLithauen befindlichen -Orte zuzubringen. Er begann diese Bewegungdamit, daß er Kutusows Armee von neuem bei Malsioroslawit an-griff und schlug, und setzte sie dann ohne Hindernisse fort, bisSchnee und Kälte in einer Nacht 30000 Pferde tüdtrcen, weshalbman nun die Wagen zurücklasscn mußte, ein Umstand, der die Ur-sache des Verderbens bei diesem unglücklichen Marsche wurde. Mandarf denselben keinen Rückzug nennen; die Armee harte gesiegt undkonnte eben so gut nach Petersburg gehen. Sie würde in Smo-lensk Winterquartiere gefunden haben, wenn der Fürst Schwarzen-berg sie nicht verlassen und nach Warschau hin manöuvrirt hätte,was sodann dem Admiral Tschitschakoff »erstattete, an die Beresinavorzudringcn."
„Kein General hat Napoleon die Nothwendigkeit vorgestcllt,innen zu hatten; alle fühlten, daß, wenn er erst Herr von Moskauwäre, der Krieg geendigt seyn würde »). Bis nach SmolenSkführte er denselben in einem Lande, das eben so günstig gestimmtwar, wie es nur Frankreich selbst seyn konnte. Das Volk wie dieBehörden waren ihm zugethan; er konnte dort Mannschaften, Pfer-de, Lebensmittel ausschreiben lasse» und Smolensk war zudem eineFestung. Auf dem Marsche nach Moskau hatte er nie einen Feindlm Rücken gehabt und während der zwanzig Tage seines dortigenAufenthalts sind alle Transporte glücklich daselbst angekommcn.Wäre Moskau nicht niedergebrannt worden, so war der KaiserAlexander gezwungen, Frieden zu machen, und wenn, nach der Ein-äscherung dieser Scadt, die harten Fröste nicht vierzehn Tage eherals gewöhnlich eingetreten wären, würde die Armee ohne Verlust
Man se»te die Erhaltung dieser Stadt voraus, wurde aber nur Herrvo» Nninen,