daß man ihm annehmliche Bedingungen machte, von denen jedochdie erste, nämlich die Nachfolge seines Sohnes auf dem Throne,alsbald widerrufen wurde. Man behandelte ihn als regierendenHerrn und es wurde ihm dieser Titel sogar noch Vorbehalten.
Bei der zweiten Thronentsagung waren es nicht die fremdenMachte, welche selbige in Antrag brachten, sondern die erstenMänner im Staate, die besten Freunde des Kaisers,die ihn dringend baten, durch diesen feierlichen Akt Frank»reich zu retten.
Zu dieser hochwichtigen Betrachtung gesellte man abermals denunwiderstehlichen Reiz, der das erstemal so mächtig auf Napoleongewirkt hatte, man sprach von seinem Sohne und einer Regent»schaft. Der Fürst Metternich gab sein Wort wegen des einen undwegen der andern, und der Bürge dafür war Herr Touche! —Aber, was mehr noch zu seyn schien, war die von der Kammerder Deputaten genommene Maasregel, Napoleon den Zweiten zuproklamiren.
Die Mittel, über welche Napoleon jetzt zu gebieten hatte, wa»ren ungleich bedeutender, als vor fünfzehn Monaten unter gleichenVerhältnissen. Die Armee, welche viel zahlreicher war als dieje-nige, mit der er im Jahre 1814 gesiege hatte, zog sich auf dasnoch völlig freie Paris zurück und man konnte es vertheidigen.Die Bevölkerung der von den Alliirten nun schon ruinirten östlichenGrenzländer wußte, welchen Glauben Proklamationen und Verspre-chungen verdienen. Bei ihrem lebendigen Verlangen nach Rachewürden sie sich mit Hartnäckigkeit geschlagen haben, und die übrigenProvinzen wären dann diesem Beispiele gefolgt. Sie waren jedochinsgesamt daran gewöhnt, das Vorbild der Hauptstadt nachzuahmen.Die Sache lag jetzt ganz anders. Bei der ersten Thronentsagungfehlte es an einem jedermann bekannten Sammelplätze. Napoleonzu verlassen war Verrath, und eS gewann solches ein um so ge-hässigeres Ansehen, weil man zum Feinde überging, indem man dieVortheile benutzte, die schon in dessen Händen waren. Bei derzweiten hingegen wußte man viel besser woran man war. DerVerrath, der ohnehin bei seiner Logik leicht mit sich handeln läßt,schien diesmal recht glücklicher Weise die Farbe der Treue anzu-nehmcn.
Napoleon, der die Versammlungen entweder mit Verachtung be-handelt oder aufgelöst hatte, fühlte bei dem Betragen derjenigen,die sich nach seiner Rückkehr bildeten, daß er entweder zu viel, odernicht genug gethan und mithin gefehlt habe. Das Verlangen in