Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
Seite
237
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mir etwas so heiß durch mein Her; geströmt. Und dockblieb ich ruhig. Denn ich dachte gleich: wenn es die Götterwollen! Wenn mir Hermann vordem manchmal in seinemStolze sagte (in seiner Jugend hatte er Stolz, aber edeln):nur du sollst mich loben, Brenno! so dacht'ich, daß ihn nurWenige loben könnten, und etwa» auch ich; aber heute kannich es nicht! O, mein Freund Siegmar, welchen Sohn hastdu uns hinterlassen.

Latwald. Es gibt mir doch Keiner von euch Schuld,daß ich mir einbilde, ihn loben zu können? Aber ich binaußer mir. Das heilige Laub im Capitol vor Jupiter nie-derlegen! ich weiß nicht, wo ich mich vor Freuden hinwcn-den soll.

Ärpe. Unser naher Angriff zeigt sich mir jetzt noch voneiner andern Seite. Wir halten mit dem Lager hier untenVorübung, daß wir's verstehen, wenn wir zu dem Lager anden Wolken kommen.

Vrcimo. Sieh', noch viel andere Sachen, auf nvcb vielmehr Seiten: es hilft dir doch nichts; er bleibt doch derLiebling des Vaterlands und der lauteste Name des Bar-dengesangs.

Ingo mar. Wir können ihm verzeihn. Er liebt' ihnlange. Genug, daß diese Schlacht die Schlacht der Für-sten ist.

Vrcnno. Ihr habt mir nichts zu verzeihn. Ich aberhabe mir geantwortet, daß ich es euch nicht verzeihen will,daß ihr euch wie Felsen härtet, ihn zu verkennen.

Lat wald. Ja, behaltet sie für euch, diese Schlacht. Her-mann wird sie euch nicht neiden. Doch, sie währte drei Tage.Die ersten beiden waren Siegstage, und Die gehören Hermann.

Vambriv. Katwald! aber ich will unten wüthen, und