Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
Seite
235
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heruntcrrollt, so geh ich doch hin und greift ihn an in deinFelsenlager! Ich rhu cs und muß es thun, wenn ihr'Sgebietet. Nun, ihr Götter, steht mir bei, daß ich das Andreauch sagen kann. Erschrocken über den Entschluß, zu sagen,was ich thun will, schweige ich viel lieber. Mein Vater lehrtemich früh und mein Herz lernte es schnell:Sprich nichtvon Dem, was du thun willst, thu's!" Ihr Fürsten! cs istkein Gedanke seit Gestern, auch nicht seit Winfelds Schlacht(verzeiht, daß ich sie nenne); länger ist es her, daß er derGedanke meiner Mitternacht ist und der heißeste bei Wo-dans Opftraltar. Ja, ich muß ihn sagen; die Liebe desVaterlands spricht mich von Allem los, weswegen ihr gegenmich wüthen könntet. Wenn nun Germanicus auch . . sogeh' ich, daun nur und nur auf diese Zeit Führer unsrerHeere, über die Eisgcbirge, sterbe vor Rom, oder lege unsrerHaine Kranz (er sey mir dann Lorber und Alles, was umdiesen blinket und tönt), im Capitol nieder vor Jupiter, unddanke, daß er cs un-s nicht gewehrt hat.

Ingoinar. Ich habe dich noch nicht ganz gekannt, SohnSiegmärS. Kein Stolz war jemals, der deinem glich. Erstder Zug, dann die Führung!

Latwald. Wcnn's denn gar nicht anders sepn darf, undStolz sepn soll und muß, so glich ihm Hannibals und derHeere unsrer Väter! Denn ich mag kaum Boler und Bo-jorich nennen. Sie waren keine Führer; das Schwert warFührer!

Hermann. Stolz oder Liebe des Vaterlands; denn wiekann ich Das mit dir ausmachen, Jngvmar? Stolz denn!Den Ersten verzeiht mir unser Volk und dn auch; aber denZweiten verzeihst du mir niemals. Euer Schweigen ist dasSchweigen der Entscheidung! Und so Hab' ich denn Das mit