tapfrer Mann den Göttern gehorcht. Daß ich mein Lebenhingewagt habe, wie könnt' ich Das anführen; aber daß . .
Der Druide. Vrennv! das Roß wurde geführt. So harnoch nie Eins Sieg angekündiget; das Auge ward ihm zuFunken; die Erde bebte unter dem Stampfen seines Hufs!Es wieherte, und weithin scholl der Wald! Wir strebtenumsonst, es an den heiligen Wagen zu spannen. Es wolltesich von Dem losbäumen, der ihm in der Mähne hing, aberer blieb. Da sprang es über einen Bach, selbst für denJäger zu breit, und schleuderte den Jüngling in den Bach.Brenno! so hat das Roß gcweissagt. (Er geht.,
Hermann. Dafür, daß du ohne Hoffnung, die Fürstenauf den Ausspruch der Götter aufmerksam zu machen, deinLeben gewagt hast, dafür, junger, edler, vaterländischer Krie-ger, nimm diesen Kranz aus meiner Hand!
Latwald. Wie könnte ich eines so verdienstlosen Stol-zes seyn und einen Kranz tragen, den Hermann trug! IhrFürsten! aber Das rufe ich euch laut zu, daß die Götterder Waldschlacht den gewissen Erfolg verheißen haben. Nunwird bei dem Lagerangriffe Wodans Schild nicht vor euchhertönen, er wendet ihn und ihr fallt ungeschützt. Und dann,wenn der Römer Fuß auf den Sterbenden ausruht, wirddas Letzte, was ihr hört, der gewandte Schild des Gottesseyn, der aus schreckender Ferne dumpf hinter euch tönt!
Ärpc. Das sagst du; und wir sagen, daß wir die Göt-ter nicht fragten, und daß sie uns schützen werden!
Latwald. Du schweigst, Brenno?
Irenno. Das Gchweigen des Todes oder der Selbst-verurtheilung ist sehr nah; und so schweig' ich auch.
Ärye. Todte Sieger sind auch Sieger, Druide!
Katuiald. Und todte Flüchtlinge?