Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
Seite
232
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des Tobten Wunde zog. Es war doch ein guter Mann, derRömer. Ach, er sah so bleich aus! Sie brachten seine Waf-fen zu Katwald hin. Da gab er mir diefi Schwert. Ichkönnt' ihn kaum ansehn vor Ehrfurcht. Aber ich sah es dochwohl, daß ihm große Thränen herunter stürzten, als er zumir sagte (cs war, als wenn er nicht recht sprechen konnte):da, Theude, werde wie dein Vater! Die Fürsten hassenihn, aber die Götter hassen ihn nicht! Er liebt sein Vater-land. Die Götter hassen ihn nicht! Ich lief fort. Ich fieleinige Mal mit dem Schwert hin, und noch weiß ich nicht,wie ich heraufgekommen bin.

Hermann. O, ihr guten Götter, rettet mein Vaterland!

Elfte Scene.

Die Vorige». Die Fürsten, Barden »nd Kriegsgesahrtc».H e rman n. (Er läuft auf Katwald zu und umarmt ihn.) DtMk

den Göttern und dir! Wenn doch mein Vater lebte unddich jetzt sähe! Ich weiß es schon durch den Knaben da mitdem großen Schwerte; aber doch ein Wort von dir selbst:' wie war's, Katwald?

Latwald. Ich schleuderte den Schild nach ihm, und dochwarf er selbst in diesem Augenblicke; das war römisch, unddeutsch war es, denk' ich, daß ich meine Lanze seiner Lanzebegegnen ließ und traf. So, Hermann, haben die Göttermeinen Entschluß und meinen Arm gelenkt. Und doch mußich trauern; denn ich sehe nur trübe Wolken auf der Für-sten Gesicht und nichts von dem Lächeln, mit dem ein