Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
Seite
231
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Thcndc. Ach, wie kann ich erzählen, wie es dann ist,wenn Fürst Katwald Schlacht schlägt. Mein bester Vater,so werd' ich es nie lernen. Nimm mir nur meine beidenSchwerter wieder weg. So lerne ich es nie!

Hermann. Aber sage denn etwas davon.

Thcndc. Ich weiß nicht, wo ich bin. Ich bin noch im-mer dabei.

Hermann. Wo standest du?

Thcndc. Ein Kriegsgefährt hielt mich an der Mitte deseinen Feuers in die Hohe. Auf ein Mal fingen die Bardenan, schreckliche Tone in ihre Hörner zu blasen, wie ich sienoch niemals gehört habe. Valerius schritt mit einem be-sonder» Gange gegen Katwald zu, fast so, wie die Legionenherbei kommen. Katwald stand still, wie der Fels an derSommerhütte, die du mir gcbauet hast. Still stand er, aberer hatte Feuerblicke in den Angen. Und nun . . Allein ichkann es nicht erzählen. Nie habe ich einen schnelleren Urgesehen, als alles Das war, was nun geschah. Ach, es wardoch ein guter Mann, der Römer, und du ehrtest ihn ja.Verzeih mir's, mein Vater. Seine großen, schweren Waffenhaben gemacht, daß mir das Herz wegen Katwald geschlagen hat.

Hermann. Und hernach?

Thcndc. Du mußt dir vorstellen, mein Vater, daß Al-les, was ich nun sage, auf ein Mal geschah. Valerius schwangdie Lanze. Katwald lief sehr schnell gerade ans ihn zu, schleu-derte den Schild nach ihm, der Helm schwankte von demWurfe. Valerius Lanze flog Katwald vorbei. Da stürzteValerius auf ein Mal hin mit der Lanze in der Stirn, undda ging Katwald ganz langsam seitwärts und wärmte sicham Feuer! Aber die Bardenhörner tönten, daß der Waldbebte. Ich ging hin und sah es, wie Einer die Lanze aus