Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
Seite
223
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Doch bis dahin, denk' ich, kommen wir nicht. Und unsereLanzen? Deine hat einen helleren Stahl. Mehr willst dudoch nicht, daß ich ihr zugestehen soll? Meine Waffen müssendich also nicht hindern, dir die Fortdauer meiner Fröhlich-keit vorzustellen. Dein großer, eherner Schild? Doch, wieich schon gesagt habe, du weißt nur nicht, was es für einVewandtniß mit diesem leichten Vlumenschilde hat.

Valerius. Die, denk' ich, daß er die Lanzen der römi-schen Krieger durchläßt.

Latwnld. Daß also der deutsche Krieger überall zuverwunden ist. Jünglinge, brennen die Feuer?

Einer. Sie brennen.

Latwald. Ich muß dir sagen, Valerius, wir treffenunten ans dem Anger zwei lange Feuer an, die uns vonbeiden Seiten leuchten. Du trittst hier, und ich dort indie Oeffnnng, und dann thun wir, was wir wollen.

Valerius. Sind die, welche uns zusehn, bewaffnet?

Latwald. Wir erscheinen allezeit vor den Göttern un-bewaffnet. Aus der Ursache, warum du fragtest, legtenwir die Waffen nicht ab; denn der Deutsche kann sich aufsich verlassen, daß er nie ein Bündniß bricht. Ich sage dirnoch mehr: wenn ich falle, so suchen unsre Fürsten denschönsten unter den römischen Schilden aus, und geben ihndir und die Freiheit dazu! <Z» V»en»° > Erster Priester underster Richter der Cherusker, weihe mir den Schild undsprich das Wort an die Götter.

VreIIna. (Er umflicht den Schild mit Hülfe deö Druide» etwasüber der Mitte, und hält ihn in die Hohe. Kanvald kniet mit dem lin-ken Knie auf die Lanze und breitet die Arme aus.) Eure Streiter,

ihr Götter, Hermann, Siegmars Sohn, und Katwald, derSvhn Malorichs, er und er, Ursöhne von Hertha, rufen nach