Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
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Waffen zusehn: Wollt ihr Valerius und mich auf den Angerhinunter begleiten? Euch, Jngomar, Arpe und Gambriv,überlasse ich Valerius; Hermann, mein Bruder und meinlieber Theude führen mich hinab.

Arenna. Laß Hermann bei mir bleiben.

Jngomar. Wir bringen euch auf den Kampfplatz.

Latwald. Du kennst mich nicht, Valerius, aber trauemir nur immer zu, daß ich den Mann ehre, den Hermannehrt. Wenn du Das thust, so wirst du meine Fröhlichkeitnicht für etwas Anders halten, als sie ist. Ich weiß wirk-lich nicht, wie du es machen willst, daß du mit mir aus-kommst. Du kennst doch unsere Lanzentänze ein Wenig?Jünglinge, füllt mir das Trinkhorn von dem Ure, den ichauf unserm Frühlingsznge erlegte.

Valerius. Ich würde es mir nie verzeihn, wenn icheinen Krieger, wie du mir verkommen mußt, in irgend einerSache verkennte. Deine Fröhlichkeit gönne ich dir, so laugedu sie haben kannst. Ich denke, wenn ich mir ihre Vergäng-lichkeit vorstelle, viel weniger an dich, als an deine Waffen.

Latmal». Du weißt es nur nicht. Diese Blumen lasmir meine Braut für den Kunstmann, der den Schild malte.Doch nimm dieß Horn. Es ist für dich und mich gefüllt.Einer von uns thut jetzo den letzten Trunk hier, und keineneher wieder, als bis ihm die Göttinnen in Elysium oderWalhalla die Schale bringen. (Sie trinken Beide. Ein Druidebringt einen Eichenzweig.)

Valerius. Warum treten diese Barden um uns herum?

Lalwald. Sie werden, sobald ich ihnen winke, das Lieddes Aweikampfs singen. Wegen meiner Waffen, meintest du?Laß uns unsre Waffen doch ein Wenig besehn. Einen HelmHab' ich nicht, einen Harnisch auch nicht. Diese Schwerter?