Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
Seite
221
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Malwend. Ueberlege noch, was du vorhast, mein Bruder;nur Hermann und du fragen die Götter, nicht wir!

Valerius. Ist er ein Fürst?

Lalwald. Dennoch will ich es seyn, der ihre Antwortzuerst hört und sie selber bringt, nicht euch! aber Hermannund dem Vaterlande.

Hark. Laß dich erstehn, du edler Sohn meines FreundesSiegmar, und widersteh diesem unerbittlichen jungen Fürsten.Ich schwur mit dir in Winfeld deinem Vater Siegmar Rache.Was ist es denn, das ich halte, sende ich nur immer einigeRömer bei Walhalla vorbei, und werde von diesem großenAnlässe, viel was Anders zu thun, zurückgestoßcn?

Hermann. Meines Vaters Freund und meiner, laß dudich erbitten, und steh auf. Kann ich undankbar gegen diesenedelsten unsrer Jünglinge seyn? oder darf ich wider ihn ent-scheiden? Und wenn ich, gerührt von deinem Schicksale,Brenno den Ausspruch thun ließe; würd' er ihn wider Kat-wald thun, den sein ganzes Herz liebt? Nun weiß ich,Katwald, was ich Thusnelda erzählen soll.

Horst (er springt schnell auf). Nicht zum Wiedersehn, Her-mann! Bringen die Tobten auch Antwort, Fürst Katwald?

Katwald. Ja sie auch, nur andre.

Horst. Nun die andre denn mir, dem Tobten der Tvdte!

(Cr eilet fort.)

Katwald. Er würde mich traurig machen, ja Das würd'er, wenn ich jetzt traurig werden könnte. Und dann verstehter's zu gut und fällt so leicht nicht. Und sich hinein stürzen,nur um zu sterben? Mit so Wenigem hält Horst Siegmarnseinen Cid nicht! Ihr Fürsten! euch haben die Götter zwardurch mich nichts zu antworten; aber ihr rathschlagt ja nichtmehr, und dann mögt ihr auch sonst wohl dem Spiele der