Hermann. Dieß und Das! Wohnungen in Walhallaund in Hela's Reiche, für mich und für euch.
Ingomar. Aber du wolltest ja von deiner Waldschlachtnoch etwas sagen.
Hermann. Hast du deinen Bruder Siegmar gehaßt,Ingomar? Hassest du mich, und warum? Womit Hab' ichdich beleidigt! Mit der Vertilgung der Tyrannen?
Ingomar. ES ist zu viel, Sohn Siegmars! cer steht auf)«s ist zu viel <er rennt die San,- in die Erde) und zn lang, zulang Hab' ich's geduldet!
Nrcnno. Und euch die Götter! Denn ihr habt eineNacht erlebt, in der ihr Deutschlands Untergang beschließt.
Hermann cgeht hin nndher). Es ist die Schlacht — es istdie Schlacht! Laß dich aussöhnen, mein Vater Ingomar!Die Fürsten geboten mir zu schlagen; meine Lanze blutetebei ihren Lanzen und ihre bei meiner. Die Götter habenuns den Sieg gegeben! Mein Vater sogar, der mir dieAnführung auch geboten hatte, folgte meinem Rathe. MeinVater starb — die Götter würdigten ihn, daß er nach ihremSiege gleich zu ihnen kam. Laß dich aussöhnen, Ingomar!Ich liebe mein Vaterland; laß dich aussöhnen! Er schweigt;so schwieg Siegmar, da er tvdt war. Aber seine Todes-miene lächelte. Deine lächelt nicht. Nun, Brennv, Wodanwird mir nicht schweigen.
Ingomar. Ich will keine Lose fallen sehn.
Nrcnilo. Und warum nicht?
Ingomar. Weil ich die Götter fragen kann, und auchnicht fragen.
Vrenno. Ihr fürchtet also ihre Entscheidung?
Ingomar. Mach' du Das bei dir ans, ob du irrst, oder nicht;genug, die Götter gebieten uns nicht, sie immer zu fragen.